Wieder neue Überlegungen zum geplanten

Windpark auf dem Wehneberg: Verzicht auf Nummer 7?

Die mittlerweile auch nicht mehr ganz aktuelle Planung für den Windpark auf dem Wehneberg: Die Anlagen 1 und 2 (rot) sind bereits verschoben, Nummer 8 (grau) wurde nicht genehmigt. Angeblich will ABO-Wind jetzt auf die vorgelagerte Anlage Nr. 7 verzichten.

Bad Hersfeld. Zum geplanten Windpark auf dem Wehneberg gibt es offenbar schon wieder neue Überlegungen: Nach Informationen unserer Zeitung erwägt das Betreiberunternehmen ABO-Wind offenbar den vorläufigen Verzicht auf die eigentlich genehmigte Anlage Nummer 7. Hintergrund sind wohl aufwändige Rodungsarbeiten, die vor dem Stichtag 28. Februar nur mit erheblichem zusätzlichen Aufwand realisiert werden könnten. Eine Bestätigung war von ABO-Wind am gestrigen späten Nachmittag nicht mehr zu erhalten.

Nicht erforderlich

Weiter geplant ist hingegen die Verschiebung der Anlagen 1 und 2, die das Regierungspräsidium in Kassel (RP) aus dem in der ursprünglichen Planung eingezeichneten Erholungswald herausgenommen hatte. Diese beiden Windräder möchte ABO-Wind nun in den genehmigten Bereich verschieben und ist sich offenbar mit dem RP einig, dass hierfür keine neuen Gutachten erforderlich sind.

Die Beschlusslage der Stadt Bad Hersfeld steht diesem Antrag ebenfalls nicht entgegen. Am Montag wurde im Magistrat unter dem Punkt Verschiedenes lediglich informativ über den Windpark gesprochen. Eine Stellungnahme zum Sachstand ist seitens der Stadt für heute angekündigt.

Die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ sieht die Verschiebung der beiden Anlagen trotz des vermeintlichen Kompromisses mit dem Verzicht auf Nummer 7 kritisch und hält sie für rechtlich nicht zulässig.

Zudem sei Anlage 1 für die Siedlung auf dem Wehneberg, Anlage 2 für ein Einzelgehöft problematisch. Im letztgenannten Fall werde sogar die 1000 Meter-Abstandsgrenze unterschritten.

Außerdem will die BI von einem 1943 abgestürzten britischen Bomber wissen, sodass bei den Bauarbeiten mit Blindgängern gerechnet werden müsse.

Bereits während des Vortrags von ABO-Wind-Mitarbeiter Florian Lüders während der Energie- und Klimatage am vergangenen Wochenende hatten die Windpark-Gegner ihrem Unmut lautstark Luft gemacht.

Von Karl Schönholtz

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