Versuchte Erpressung in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Wegen versuchter Erpressung ist ein 30-Jähriger am Samstagmittag in der Bad Hersfelder Innenstadt festgenommen worden. Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Polizei. Der Bad Hersfelder steht im dringendem Verdacht, seit Mai 2011 in etwa 30 Fällen versucht zu haben, Geld von Privat- und Geschäftsleuten zu erpressen. Seine Forderungen schrieb er auf einem Computer, die DIN-A4-Briefbögen steckte er hinter die Scheibenwischer von in der Innenstadt geparkten Autos oder verschickte sie mit der Post.

Bis zu 50 000 Euro gefordert

Die Forderungen bewegten sich zwischen 15 000 und 50 000 Euro. Den Adressaten drohte er damit, ein „Geheimnis aus dem persönlichen Bereich“ verraten zu wollen. In der Folge wandten sich sieben Personen aus Bad Hersfeld an die Polizei. Es sei aber davon auszugehen, dass noch weitere Personen oder Firmen einen solchen Erpresserbrief erhalten haben. Betroffene sollten sich mit der Polizei in Bad Hersfeld, Telefon 0 66 21/93 20, oder unter www.polizei.hessen.de - Onlinewache in Verbindung setzen.

Der Festgenommene habe bei der Kriminalpolizei umfangreich gestanden. Er sei seit mehreren Jahren arbeitslos und hätte dringend Geld gebraucht. Bisher war er polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. Da der Tatverdächtigte geständig war und nach der Strafprozessordnung kein Haftgrund bestand, wurde er wieder entlassen. Jetzt wird sich die Staatsanwaltschaft um den Fall kümmern müssen. (red/nm)

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