Feuerwehrleute lassen sich für den Einsatz mit Gefahrstoffen ausbilden

Verstärkung für GABC-Zug

Gruppenbild mit Ausbildern: Die Teilnehmer des CSA-Lehrgangs mit Uwe Schmidt (links) und Thomas Fritsch (rechts).

Bad Hersfeld. Zwölf Feuerwehrfrauen und -männer absolvierten jetzt den Lehrgang für das Tragen von Chemikalienschutzanzügen (CSA).

In dem 17-stündigen Lehrgang erhielten die neu ausgebildeten Feuerwehrleute die Befähigung, sicher mit dem Schutzanzug umzugehen. Dabei wurde das An- und Auskleiden trainiert und die Handhabung von technischen Geräten unter erschwerten Bedingungen, da die Chemikalienschutzanzüge ein physische wie psychische Belastung für den Atemschutzgeräteträger darstellen. Die Feuerwehrleute müssen mit einem eingeschränkten Sichtfeld und dem luftdichten Abschluss zur Außenwelt umgehen lernen. Unter Leitung der Kreisausbilder Atemschutz, Thomas Fritsch und Uwe Schmidt, schlossen alle Teilnehmer den Lehrgang erfolgreich ab.

Zentraler Umschlagpunkt

Dieser Lehrgang ist die Voraussetzung, um die umfangreiche Ausbildung für die Gefahrstoffgruppe, Messgruppe oder die Dekonstaffel des GABC-Zuges zu beginnen. Der GABC-Zug (Gefahrstoff-Atomar-Biologisch-Chemisch) des Landkreises, der von der Feuerwehr Bad Hersfeld gestellt wird, ist zusammen mit den Gefahrstoffgruppen der Feuerwehren aus Rotenburg und Wildeck-Obersuhl für alle Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern zuständig. Durch die geografische Lage in der Mitte Deutschlands hat sich der Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu einem zentralen Umschlagpunkt für alle Arten von Waren und Gütern entwickelt. Dabei werden in den Logistikunternehmen rund um Bad Hersfeld täglich auch mehrere hundert Tonnen Gefahrgut umgeschlagen. Hier liegt ein Haupteinsatzgebiet des GABC-Zuges, das durch den Transitverkehr auf den Autobahnen noch erweitert wird. Die drei Gefahrstofffeuerwehren aus Bad Hersfeld, Rotenburg und Wildeck sind für das gesamte Kreisgebiet zuständig. Sie werden immer zu allen Gefahrstoffunfällen gerufen und werden daher in Zukunft noch enger kooperieren. Die Mitglieder des GABC-Zuges absolvieren aufgrund des komplexen Aufgabengebietes eine mehrjährige Ausbildung auf Standort- und auf Landesebene, um die anfallenden Einsätze bewältigen zu können. Diese umfasst in ihrer Gesamtheit 670 Stunden, die sich neben Fahrzeug- und Gerätebedienung insbesondere auch auf Informationsbeschaffung und Gefahrenanalyse konzentriert, damit die Auswirkungen von Gefahrstoffunfällen für Menschen und Umwelt auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Daneben versehen die Mitglieder des GABC-Zuges, die sich inzwischen aus allen Stadtteilen Bad Hersfelds rekrutieren, ihren normalen Feuerwehrdienst in den Wehren der Stadt. All das tun sie ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit.

Mitglieder anderer Feuerwehren, die in Bad Hersfeld arbeiten, sind herzlich willkommen, die Einsatzabteilungen der Stadt zu verstärken. Weitere Informationen gibt es unter nachwuchs@feuerwehr-bad-hersfeld.de.

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