Positive Bilanz der Aktion „Osthessen gegen den Schlaganfall“ – Symposium im wortreich

Versorgung verbessern

Die Fachreferenten des Schlaganfall-Abschlusssymposiums im wortreich (von links): PD Dr. René Handschuh, Dr. Silke Walter, Dr. Andreas Nachtmann, Prof. Dr. Tobias Neumann-Haefelin, Birgit Härtle, Prof. Dr. Markus Horn, Dr. Björn Misselwitz und Prof. Dr. Gerhard Hamann. Foto: Manns

Bad Hersfeld. Nach den vielen Veranstaltungen zum wichtigen Thema Schlaganfall in den Osthessischen Landkreisen hat im „wortreich“ in Bad Hersfeld ein Abschlusssymposium stattgefunden. Prof. Dr. Markus Horn und das Klinikum Bad Hersfeld hatten dazu namhafte Mediziner eingeladen und viele waren der Einladung gefolgt.

Die 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Klinikum-Geschäftsführer Martin Ködding und die Projektkoordinatorin Birgit Härtle vom Pharmaunternehmen Boehringer-Ingelheim wiesen in ihren Grußworten auf die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen hin, damit die breite Öffentlichkeit über den Schlaganfall und seine mitunter dramatischen Folgen richtig aufgeklärt werde. Die Moderation dieser Abschlussveranstaltung hatte Markus Horn übernommen.

Vorbeugen und behandeln

In einem Info-Flyer wies er auf die seit dem Start am 3. Mai positive Resonanz in der Öffentlichkeit hin. In den vergangenen sieben Wochen sind zahlreiche Veranstaltungen mit einem breit gefächerten Programm und dem Ziel durchgeführt worden, die Öffentlichkeit über Vorbeugung, Erkennung und Behandlung des Schlaganfalls zu informieren. Horn erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Schlaganfallbus, der unter anderem auf dem Bad Hersfelder Linggplatz halt gemacht hatte, und in dem sich jeder Bürger auf ein mögliches Schlaganfallrisiko untersuchen lassen konnte (wir berichteten).

Prof. Dr. Horn machte deutlich, dass die Bildung einer Netzwerkstruktur durch alle an der Schlaganfallversorgung beteiligten Kliniken ein zentrales Anliegen dieser Initiative sei, damit die Versorgung nachhaltig verbessert werden kann. Der thematische Schwerpunkt des Symposiums lag bei innovativen Ansätzen in der Versorgung des akuten Schlaganfalls in anderen Regionen und einer kritischen Analyse der Ist-Situation in Hessen. Vier Fachreferenten hielten interessante Vorträge.

Über die „Mobile Stroke Unit“ des Saarlandes referierte Dr. Silke Walter von der Neurologie Klinik der Universitätskliniken des Saarlandes Homburg/Saar. Informationen über das Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern gab es von Dr. Rene Handschuh, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Neumarkt in der Oberpfalz. Die Qualität der Schlaganfallversorgung in Hessen war das Thema von Dr. Bernd Misselwitz, Leiter der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen in Eschborn. Über die Erfahrung mit der Kampagne „Rhein-Main gegen den Schlaganfall 2011“ berichtete Prof Dr. Gerhard Hamann, Direktor der Klinik für Neurologie an der Horst-Schmidt-Klinik in Wiesbaden.

Die Aktion „Osthessen gegen den Schlaganfall“ stand unter der Schirmherrschaft des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner.

Von Gerhard Manns

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