Neue Fahrbahndecke zwischen Lomo-Kreuzung und Hoechster-Kreisel

Verschlungene Wege

Zwischen herumirrenden Autofahrern und piependen Baumaschinen patrouillierte gestern Bauleiter Thilo Naujock (Mitte) auf der Sanierungsstrecke. Ganz hinten ist die nagelneue, zweimotorige Fräsmaschine vom Typ W 250 im Einsatz. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Auf Staus bis zur Brücke am Hessenplatz müssen sich die Verkehrsteilnehmer einrichten, die morgens zur Hauptverkehrszeit aus Niederaula in die Bad Hersfelder Innenstadt oder auf die B 27 in Richtung Haunetal gelangen wollen: Seit gestern erneuert die Bad Hersfelder Baufirma Räuber im Auftrag des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege die erste Hälfte der Bundesstraße 62 zwischen dem Hoechster Kreisel und der sogenannten Lomo-Kreuzung.

Noch die ganze Woche lang ist diese Hälfte des stark befahrenen Verbindungsstücks komplett gesperrt. Als Umleitung wird die Abfahrt am Hoechster Kreisel und der Übergang über die Fulda auf der Berliner Straße empfohlen. Durch diesen überlasteten Engpass müssen sich auch die Bewohner des Johannesbergs schlängeln. Bauleiter Thilo Naujock von der Firma Räuber hat nur diese Woche Zeit, um die Piste tiefgründig abzufräsen und dann eine neue Fahrbahndecke aufzubringen. In der nächsten Woche sind dann die beiden Richtungsfahrbahnen, die ab der Kreuzung stadtauswärts führen, gesperrt. Aulataler, der Transit-Schwerlastverkehr und die Johannesberger müssen sich dann auf dem Heimweg in Geduld fassen.

Die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn hat es in sich. In Teilen musste gestern nicht nur die Feinschicht abgefräst werden, sondern die Maschine knabberte auch noch bis zu einer Tiefe von zehn Zentimetern an der Tragschicht. Teile des Unterbaus mussten wegen des Teergehaltes in Borken als Sondermüll entsorgt werden.

Auch das übrige Fräsgut kann nicht wiederverwertet werden. Momentan werden zu viele feine Decken asphaltiert. Fräsgut taugt aber nur zum Einmischen in das gröbere Stein-Bitumengemisch.

Von Kurt Hornickel

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