Erfolge und Rückschläge auf den Straßen im Landkreis – Weniger Wildunfälle und Schwerverletzte auf der Autobahn

Verschärfte Kontrollen stärken Moral

Sicherheit kennt keine Grenzen: Ein fester Bestandteil der polizeilichen Kontrollarbeit ist die Sicherheits-Kooperation mit Beamten aus Thüringen. Unser Bild entstand kürzlich bei einer Kontrolle auf der B 62 bei Philippsthal. Foto: Hartmann

Hersfeld-Rotenburg. Einen deutlichen Rückgang bei den Verkehrsunfallfluchten weist die Statistik 2011 für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg aus. 581mal setzten sich Fahrerinnen oder Fahrer ab, ohne sich um die Folgen der Schäden zu kümmern. Immerhin 75 Fälle weniger als 2010 oder 11,4 Prozent.

In nur 249 Fällen kam die Polizei den Flüchtigen auf die Spur. Das bedeutet eine Aufklärungsquote von 42,9 Prozent. Es sei das Anliegen der Polizeidirektion, diesen Anteil zu steigern. Gegenüber 2010 hat sich die Erfolgsquote um vier Prozent verschlechtert.

„So tragisch jeder Einzelfall auch ist, es überwiegt doch die Freude darüber, dass die Anzahl der Todesfälle auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre verblieben ist.“

Herbert Bensing Polizeirat

Die Polizei setze dabei auch auf die Mithilfe aller Verkehrsteilnehmer, sagte Jörg Stein, der Leiter der Polizeistation Bad Hersfeld. „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Stein.

Die Zahl der Wildunfälle ist nach einem deutlichen Anstieg in 2010 von 566 um 58 Fälle auf 508 Fälle gesunken. Ein Rückgang um zehn Prozent.

Vorbeugung und Kontrolldruck hat die Vollzugspolizei im Landkreis in 2011 erhöht. Dabei helfen Kräfte der Bereitschaftspolizei. Schwerpunkte sind dabei Stellen, an denen sich auffällig viele Unfälle ereignen. Dabei wollen die Polizisten nicht nachlassen, hoffen aber gleichzeitig auf das Verständnis der Bürger, wenn sie angehalten werden und Papiere vorzeigen müssen.

Auf den Autobahnen hat sich die Lage etwas beruhigt. Nach Angaben von Polizeirat Herbert Bensing ging die Zahl der Schwerverletzten bei Unfällen von 113 auf 88 zurück, Eine Abnahme um 22 Prozent.

Ein Wermutstropfen ist für die Beamten der Polizeiautobahnstationen Bad Hersfeld und Petersberg die Zunahme der Leichtverletzten von 277 auf 345 (Zunahme ein Viertel).

Sorgenkind A5

Die Zahl der Wildunfälle auf Autobahnen sank von 217 auf 156 Fälle (ein Minus von 28 Prozent). Das führt die Autobahnpolizei auf den Aufbau von Wildschutzzäunen zurück. Die Zahl der Baustellenunfälle sank von 560 auf 472 gemeldete Fälle. Die neuen Fahrstreifen zwischen der Asbachtalbrücke und dem Eichhof trugen dazu bei, dass die Zahl der Unfallfluchten um 14 Prozent auf 436 Fälle sank. Sorgenkind ist die gefährliche A5.

Von Kurt Hornickel

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