Volkstümliche Hitparade in der Stadthalle

Vernarrt in Mara Kayser

Sie vermitteln die „heile Welt“ und haben großen Erfolg damit. Joe Kuttruff und Chris Laubis von den Feldbergern, Sigrid, Moderator Hansy Vogt, Mara Kayser, Marina, der Feldberger Lothar Böhler und der neue Stern am Schlagerhimmel, Bruno Ferrara (von links). Fotos: Schmidl

Bad Hersfeld. Die bekannteste Landfrau Deutschlands, Frau Wäber, kennen die Besucher aus dem Fernsehen. Verkörpert wird das Original mit dem Sinn für das Ehrliche, Offene und Direkte von Hansy Vogt. Der aus Funk- und Fernsehen bekannte und beliebte Gute-Laune-Moderator ist offenbar ein wahres Multitalent. In der restlos ausverkauften Stadthalle präsentierte er „Die Volkstümliche Musikantenparade“ und begeisterte auch noch als einer der vier „Feldberger“ aus dem Hochschwarzwald musikalisch.

Die Freunde der Volksmusik und des Schlagers freuten sich über die Begegnung mit ihren Lieblings-Stars, die ein gemeinsames Ziel haben: ihr Publikum gut zu unterhalten, von ihren Sorgen abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen.

Den Außentemperaturen und der winterlichen Bühnendekorationen trotzend eröffneten alle gemeinsam mit einem Medley bekannter Frühlingsmelodien das Gala-Programm. Bruno Ferrara, dessen rauchige und prägnante Stimme gern mit der von Italiens Superstar Adriano Celentano verglichen wird, sang sich mit „Amore mio“ in die Herzen des Publikums.

Fürs Herz und für die Seele gut sind die gefühlvollen Lieder der Schwestern Sigrid und Marina. Gemeinsam mit den „Zillertaler Haderlumpen“ gewannen sie im Jahr 2007 den „Grand Prix der Volksmusik“ mit ihrem Hit „Alles hat zwei Seiten“.

Andächtige Stille

Andächtige Stille herrschte im Saal bei ihrem „Wenn ich ein Glöcklein wär´“, das zum Weinen schön war. Die Rührseligkeit wechselte sich schnell mit wahren Lachsalven ab, denn schon eroberte Frau Wäber die Bühne und das Publikum. „Sie sind ja schon richtig auf Temperatur“ freute sie sich. Noch immer ist sie auf der Suche nach dem „Mann fürs Leben“ mit einer Bedingung: „Schön muss er sein“. Das war wohl auch der Grund, warum Bernd Ulrich von den „Amigos“ im Publikum saß. „Wir haben was miteinander“, behauptete Martha Wäber in ihrer Naivität.

Viele treue, darunter ganz vernarrte Fans, waren hauptsächlich wegen Mara Kayser gekommen. Sie gehört mit ihrer unverwechselbaren, warmen und samtigen Stimme zu den erfolgreichsten Interpretinnen ihres Genres.

„Ich streue Rosen auf den Weg“ oder „Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr“ gefiel ebenso wie ihre Aufforderung „Tanz mit mir“. Sie musste nicht lange singen, denn schon bald traute sich ein gewünschter Tanzpartner aus dem Publikum zu ihr auf die Bühne. Die Feldberger, benannt nach dem höchsten Berg ihrer Heimat, wollen „Die Welt von ganz weit oben sehen“, sangen ein Lied für „Edeltraud“ und sorgten mit ihrem Auftritt ebenfalls dafür, dass „Bad Hersfeld tobt“.

Autogramme für die Fans

An den persönlichen Kontakt mit ihren Stars, die in der Pause und nach der Show fleißig Autogrammwünsche erfüllten und natürlich gern ihre eigenen CDs verkauften, werden sich die vielfach zu Weihnachten mit Eintrittskarten beschenkten Musikfreunde besonders gern erinnern. Besonders, wenn es „Immer wieder sonntags“ ein Wiedersehen im Wohnzimmer gibt.

Von Gudrun Schmidl

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