CDU-Fraktion diskutiert mit Intendant Holk Freytag das Thema Hersfelder Festspiele

Verknüpfung mit Oper denkbar

Auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Intendant Holk Freytag Dritter von links) diskutierte mit städtischen CDU-Mitgliedern, wie es mit den Festspielen weitergehen soll. Foto: privat

Bad Hersfeld. Über die Auslastung der Festspiele, über Inszenierungen, die Wirtschaftsform der Festspiele und die Pläne für 2011 haben sich der CDU-Fraktionsvorstand, die Magistratsmitglieder Barbara Lipphardt und Günter Exner und Vorsitzender Gunter Grimm mit Intendant Holk Freytag ausgetauscht. Auf die nicht optimale Auslastung der Festspiele angesprochen, führte Holk Freytag die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise an: „In einer solchen Phase überlegt jeder für was und wen er Geld ausgibt. Dazu kam, dass wir gerade in der ersten Jahreshälfte eine extreme Schlechtwetterphase hatten.“

Der Intendant zeigte sich auch unzufrieden über die frühzeitige Veröffentlichung der Verkaufszahlen: „Die Auslastung schon am Ende des ersten Quartals zu veröffentlichen, war etwas unglücklich.“

Übereinstimmung zwischen dem Intendanten und der Fraktion herrschte bei dem „verbesserungswürdigen Wirtschaftsplan der Festspiele und dem Marketing“. Nicht akzeptieren wollte Freytag die vorgetragene Kritik der CDU-Mitglieder an der Inszenierung des Schauspiels „Man spielt nicht mit der Liebe“ im Eichhof.

Auch dem Wunsch von Gunter Grimm nach einem „konservativen, werktreuen Schauspiel“ in der Saison 2011 konnte der Intendant wenig abgewinnen. „Aber lassen sie sich für die Saison 2011 überraschen! Insbesondere was das Musical, was das Schauspiel und das Familienstück betrifft, haben wir etwas besonderes für Sie!“, sagte Freytag.

Regiebetrieb weiter am besten

Auch neue Wirtschaftsformen für die Festspiele, wurde diskutiert. Gunter Grimm stellte sie im Einzelnen vor. Er unterstrich dabei die Bedenken der CDU, künftig eine GmbH oder eine Stiftung zu gründen. Holk Freytag erklärte, dass er schon in einer GmbH, einer Stiftung und - wie in Bad Hersfeld - in einem Regiebetrieb gearbeitet habe. Aus seiner Sicht sei die letztere Form auch die geeignetste.

Auf die abschließenden Fragen der Fraktion, ob die Festspiele für die Besucher zu teuer seien und wie der Intendant sich die zukünftige Ausrichtung vorstellt, sagte Freytag: „Nein, die Festspiele sind nicht zu teuer. Es gilt aber, die Preise nach Rängen stärker zu differenzieren. Der Anreiz ins Theater zu gehen, darf nicht an der großen finanziellen Hürde scheitern.“

Außerdem will er eine Bewertung der Festspiele, auch im Vergleich mit anderen Festspielorten, in die Wege leiten. Möglicherweise könne man dafür die Universität Kassel mit einbinden. Durch Gunter Grimm auf die Oper angesprochen meinte Holk Freytag: „Eine Verknüpfung zu einem Festival kann ich mir gut vorstellen.“

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