Vergiftetes Klima und ein Zechpreller

Liebe Leserinnen und Leser im Hersfelder Land,

in der neuen Krayenberggemeinde – zu Jahresbeginn aus Dorndorf und Merkers-Kieselbach gebildet – brennt die Luft. Nicht nur, dass kurz vor der Verjährungsfrist für einige Kieselbächer Straßen nachträglich höhere Straßenausbaubeiträge angekündigt wurden, weil Straßen falsch kategorisiert sind.

Auch anonyme Briefe mit Verunglimpfungen, falschen Anschuldigungen und auch Beschimpfungen des Bauhofs vergiften das Klima zwischen den Orten. Und dann ließ Bürgermeister Ingo Jendrusiak (er war vor der Bildung der Einheitsgemeinde Bürgermeister von Dorndorf) vergangene Woche in der Gemeinderatssitzung die Bombe platzen: Die Polizei ermittle gegen den früheren Bauamtsleiter von Merkers-Kieselbach wegen Untreue, Diebstahl und Betrug.

Bereits Anfang des Jahres seien bei der Zusammenführung der beiden Verwaltungen Auffälligkeiten zutage getreten. Die damalige, vom Landratsamt eingesetzte Beauftragte, habe veranlasst, einige Umstände zu prüfen. Im Ergebnis habe sie sich genötigt gesehen, Anzeige gegen den Bauamtsleiter zu erstatten. Die Ermittlungen laufen noch. Er werde aber, versicherte der Bürgermeister, die Öffentlichkeit vom Ergebnis informieren.

Weiter ermitteln muss die Polizei auch in Sachen Zechprellerei. Der 63-jährige Mann, der in den letzten Wochen verstärkt Gaststätten besuchte, Essen verzehrte und dann nicht bezahlte, hat schon wieder die Zeche geprellt. In einem Bad Salzunger Imbiss ließ er sich sechs Stunden lang gemütlich nieder und bestellte Speisen und Getränke. Als es ans Bezahlen ging legte er seinen Personalausweis auf den Tresen und meinte, der Betreiber könne ruhig die Polizei rufen. Was dieser auch tat. So langsam müsste der Mann ja in allen Salzunger Gaststätten bekannt sein.

susanne.moeller@stz-online.de

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