Musical Highlights in der Hersfelder Stadthalle: Ein Ohrwurm nach dem anderen

Verführerisch und rockig

Eine Deutschlandpremiere: Priscilla heißt der Bus, mit dem drei Transvestiten reisen und dabei die australische Wüste aufmischen. Ordentlich Party machen dabei Karin Heylander, der Neuseeländer Matthew Cutts (verdeckt), Sabine Neibersch, Phillipp Hägeli, Susanne Hayo, Daniel Dodd-Ellis (von links). Foto: Schmidl

Bad Hersfeld. Wer Musicals mit ihren unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen mag, kam am Dienstag in der fast ausverkauften Stadthalle voll auf seine Kosten. Drei Damen und drei Herren, allesamt Vollprofis, bildeten das Ensemble von „Musical Highlights“.

Eröffnet wurde das Programm mit bekannten Melodien aus der „West Side Story“. Schon da war klar, dass die Musicalstars Susanne Hayo, Daniel Dodd-Ellis, Karin Hylander, Matthew Cutts, Sabine Neibersch und Phillipp Hägeli neben ihrer Gesangsausbildung auch tänzerisch gut ausgebildet sind.

Tolle Choreografie

Mit tollen Choreografien, für die Susanne Hayo verantwortlich ist, begeisterten sie auch bei spritzigen Medleys aus den Musicals „Grease“ und „Mamma Mia“.

Mal verführerisch, mal sinnlich, mal rockig , aber immer grandios, zeigten die drei Sängerinnen viele Facetten ihres Könnens. Die drei Sänger standen ihnen dabei mit Ausdrucksstärke und Bühnenpräsenz in nichts nach.

Alle Interpreten haben in großen Musicalproduktionen begeistert und sangen sich bei dieser Show mit einem Ohrwurm nach dem anderen in die Herzen des Publikums.

„Ol" Man River“ aus dem Musical „Showboat“ scheint dem gebürtigen US-Amerikaner Daniel Dodd-Ellis geradezu auf den Leib geschrieben. Phillipp Hägeli aus der Schweiz begeisterte als „Jekyll and Hyde“ mit „Dies ist die Stunde“. Die Österreicherin Sabine Neibersch überzeugte mit dem Bonnie-Taylor-Hit „Holding out for a Hero“ aus „Footlose“ und ganz besonders im Duett mit Matthew Cutts mit dem wunderschönen Titel „Totale Finsternis“ aus „Tanz der Vampire“. Mit „Don"t cry for me Argentina“ aus „Evita“ hatte Karin Hylander ihren großen Soloauftritt. Ansonsten gefiel die Schwedin besonders mit ihrer komödiantischen Seite. Die Interpretation von „How deep is your Love“ aus „Saturday Night Fever“ war eine Meisterleistung der drei begnadeten Sänger, die beim abschließenden „Priscilla-Medley“ auf der Bühne richtig Party machten.

„Priscilla, Queen of the Desert“ heißt das neue Kultmusical aus London und bei „Musical Highlights“ feiert es Deutschlandpremiere.

Eine perfekte Licht- und Tontechnik und eine Moderation, die in die unterhaltsame Welt des Musicals einführte, rundeten die gut zweistündige Show auf hohem Niveau ab, die mit begeistertem Applaus vom Publikum in der Stadthalle gefeiert wurde.

Von Gudrun Schmidl

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