37.000 Menschen haben unterzeichnet

Unterschriftenaktion: Verdi erhöht Druck auf Amazon

Bad Hersfeld. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag knapp 37.000 Unterschriften an den Internethändler Amazon übergeben. Ziel der Aktion ist es, die Arbeitsbedingungen speziell für die Leiharbeiter des Unternehmens zu verbessern.

Die Presseresonanz auf die Protestaktion war enorm, von der Geschäftsleitung des Internetkaufhauses ließ sich hingegen niemand sehen. Angeblich waren alle Manager unabkömmlich. Immerhin durfte Verdi-Sekretär Heiner Reimann die Kisten mit den knapp 37.000 Unterschriften am Empfang des Amazon-Logistikcenters in Bad Hersfeld abgeben. Telefonisch versprach eine Amazon-Sprecherin zudem, in der kommenden Woche Gespräche mit der Gewerkschaft führen zu wollen. Verdi wertete die Aktion als Teilerfolg. Reimann sprach von einer „kleinen Öffnung“ des Unternehmens, vermutete aber, dass Amazon die Situation „aussitzen“ wolle. Die Gewerkschaft will erreichen, dass Amazon in Tarifverhandlungen eintritt und die Vorgaben des Einzelhandelstarifvertrags übernimmt. Michael Rudolph, DGB-Chef in Nordhessen, forderte Amazon auf, als Vorreiter in der Region neue Standards bei den Arbeitsbedingungen zu setzen. (kai)

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Verdi übergibt 37.000 Unterschriften an Amazon

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