Gewerkschaft gibt sich selbstbewusst - Circa 500 Beschäftigte beim Buchgroßhändler

Verdi bereitet Tarifverhandlungen bei Libri vor

Bad Hersfeld. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereitet bereits jetzt die Tarifrunde 2016 beim marktführenden Buchgroßhändler in Bad Hersfeld vor.

Der Buchgroßhändler aus Hamburg betreibt sein zentrales Verteilzentrum in Bad Hersfeld. 2011 wurde ein Haustarifvertrag auf Basis der Anerkennung zum hessischen Groß- und Außenhandel vereinbart. Dieser Haustarifvertrag ermöglichte laut Verdi eine jährliche sukzessive Erhöhung der Löhne und Gehälter für die circa 500 Beschäftigten in Hersfeld, um den Abstand zum Tarifgehalt aus den Jahren 2005 bis 2011 auszugleichen.

Mit der letzten Angleichung 2011 sei der Status Quo bei 97 Prozent des Entgeltniveaus des aktuellen Flächentarifvertrages in Hessen erreicht. Libri in Bad Hersfeld war 2005 aus der Tarifbindung ausgestiegen und hatte seit dieser Zeit die Gehälter und Löhne nicht mehr erhöht.

Mit der fristgerechten Kündigung des Tarifvertrages zum 31. Dezember 2015 will die Tarifkommission, die mit Verdi-Mitgliedern des Betriebes besetzt ist, nun die Weichen für eine weitere Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau des Flächentarifvertrages stellen. „Libri hat enorm von der guten Lage in Bad Hersfeld und von den gegenwärtigen Marktbedingungen profitiert“, sagt der Landesfachbereichsleiter für den Handel und Verhandlungsführer Bernhard Schiederig. Verdi wolle möglichst schnell zu einem Abschluss kommen und gehe selbstbewusst in die Verhandlungen. (red/nm)

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