Ärzte am Kurpark gründen ein Netzwerk zur unbürokratischen Zusammenarbeit

Ärzte am Kurpark wollen kooperieren

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Viel Fachkompetenz am Kurpark: Von links Thomas Schäfer, Dr. Ulrike Born, Dr. Franz-Peter Pfingsten, Dr. Oliver Götte, Dr. Johannes Brönneke-Born, Johannes Maykemper, Dr. Said Hussainy, Mihai Jarubita und Dr. Thomas Handke haben sich zum „Arztenetzwerk Kurpark“ zusammengeschlossen und wollen künftig enger zum Wohle der Patienten kooperieren.

Bad Hersfeld. Eine Gruppe von niedergelassenen Ärzten, deren Praxen alle am Kurpark sind, haben sich jetzt zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, um schneller und unbürokratischer für unsere Patienten da sein zu können“, erklärt Dr. Thomas Handke.

Dazu haben sich elf Ärzte, die alle Allgemeinmediziner sind und über zusätzliche fachärztliche Kompetenzen verfügen, zu einem Verein unter dem Namen „Netzwerk Kurpark“ zusammengeschlossen. Der Internist und Diabetologe Handke ist erster Vorsitzender, seine Stellvertreter sind der Chirurg und Gefäßspezialist Dr. Franz-Peter Pfingsten und Dr. Michael Götte, der sich gemeinsam mit seinem Sohn Oliver auch auf plastische und ästhetische Chirurgie spezialisiert hat.

Tatsächlich umfasst die Liste der angebotenen medizinischen Leistungen ein Spektrum wie ein kleines Krankenhaus. Sie reicht von A wie ambulanten Operationen bis V wie Varizienbehandlungen – also Therapien gegen erweiterte Venen.

Das Kurpark-Kollegium reagieren mit ihrem Zusammenschluss auch auf die Diskussion um Facharzt-Termine, die seit kurzem zentral von den Krankenkassen vergeben werden – „ein bürokratisches Monster“, wie Handke und seine Kollegen meinen. Ihre Praxen fielen nicht unter die fachärztliche Terminpflicht und könnten deshalb oft zeitlich viel flexibler und schneller Termine zur Verfügung stellen.

„Wir wollen mit unserem Zusammenschluss aber keine Standespolitik betreiben“, stellt Pfingsten klar. Alle Ärzte betonen, dass sie natürlich weiterhin auch mit ihren anderen niedergelassenen Kollegen und den Kliniken vor Ort gut und eng zusammenarbeiten werden.

Ausbildung erleichtern

Unter einander wollen sie aber so machen bürokratischen Aufwand minimieren, sich bei Urlaubsvertretungen, Überweisungen, Konsultationen und vor allem auch bei der Ausbildung von medizinischem Nachwuchs in unterstützen. „Alle von uns haben die notwendige Ausbildungsbefugnis“, berichtet Pfingsten.

Sein Kollege Handke betont, dass sich das „Netzwerk Kurpark“ mit seiner Fachkompetenz auch verstärkt bei der Hausärzte-Akademie des Kreisen engagieren will, die gezielt daran arbeitet, ärztlichen Nachwuchs in den Kreis zu locken.

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