Die vorerst letzte Ausstellung in der Bad Hersfelder Schildehalle hat begonnen

Vage Hoffnung auf Wiederkehr

„Manche Dinge sieht jeder Mensch anders“, meint Margot Knüpfer. Ihre Werke sollen dem Betrachter die Möglichkeit zur ganz persönliche Interpretation eröffnen.

Bad Hersfeld. Ein wenig Wehmut ist zu spüren, als Margot Knüpfer ihre Ausstellung „Hinter dem Spiegel“ auf der Galerie der Schildehalle für eröffnet erklärt.

„An diesem Ort kommt Kunst so gut zur Geltung“, schwärmt sie und deutet dabei auf ihre mehr als 60 Werke, die noch bis zum 2. Oktober in der alten Fabrikhalle zu sehen sind. Der Titel Ausstellung rührt von von Knüpfers Idee her, sich während ihres künstlerischen Schaffens von den Kontrollinstanzen des Verstandes zu befreien: „Im Reich hinter dem Spiegel hat die Fantasie die Macht“, erklärt sie. „Alle Bilder zeigen Dinge, die ich ganz persönlich wahrgenommen habe.“

Mehr über Künstler erfahren

Gerade dieser persönliche Aspekt sei es, der die Ausstellung von Werken einzelner Künstler so wichtig mache, erklärt die Vorsitzende des Kunstvereins, Magdalena Gremm. „Der Betrachter erhält die Möglichkeit, mehr über einen Künstler zu erfahren, als es in einer Mitgliederausstellung der Fall ist.“ Die Warteliste für Einzelausstellungen sei lang.

Doch die Pläne des Bad Hersfelder Kunstvereins sind fürs Erste auf Eis gelegt, der Stadt fehlen die finanziellen Mittel, um die Schildehalle den Künstlerinnen und Künstlern auch weiterhin als Ausstellungsort zur Verfügung zu stellen.

„Viele Träume sind zerplatzt“, bedauert Margot Knüpfer die Entscheidung. Ein offenes Atelier sei geplant gewesen, ebenso eine verstärkte Zusammenarbeit mit Künstlern von außerhalb.

Künstlerisch aktiv bleiben wollen man jedoch natürlich weiterhin. „Wir warten auf weitere Angebote der Stadt“, meint Magdalena Gremm. „Eine vage Hoffnung auf Wiederkehr besteht.“

Margot Knüpfers Werke sind dienstags bis sonntags von jeweils 15 bis 18 Uhr aud der Galerie der Schildehalle zu sehen.

Von Hannah Becker

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