Thomas Fehling (FDP) reklamiert viele Schilde-Park-Ideen für sich und wärmt alte auf

Utopien werden Wirklichkeit

FDP-Bürgermeisterkandidat Thomas Fehling

Bad Hersfeld. FDP-Bürgermeisterkandidat Thomas Fehling hat als Teil seines Wahlprogramms Überlegungen für den Schilde-Park und das Stadthaus vorgestellt. Dabei reklamierte er wesentliche Anteile des derzeitigen Schilde-Konzepts für sich. Er verwies dabei auf seine Vorschläge für einen Schilde-Campus, die er im Bürgermeisterwahlkampf 2007 vorgestellt hatte.

„Damals haben das viele für Utopie gehalten“, sagte er bei einem Pressegespräch, jetzt werde vieles davon umgesetzt. „Als „seine Ideen“ bezeichnete Fehling die Ansiedlung von Bildungseinrichtungen, die jetzt durch die FH-Gießen-Friedberg erfolgen soll. Auch die kommerzielle Nutzung durch ein Science-Center, obwohl das Gelände ursprünglich als reiner Stadtpark vorgesehen war, sowie der Bau des Parkhauses gingen auf ihn zurück. Gleichzeitig bescheinigte Fehling Bürgermeister Boehmer, beim Einwerben von Fördergeldern „einen guten Job“ gemacht zu haben, betonte aber, auch er habe bei seinem Parteifreund, FDP-Wirtschaftsminister Dieter Posch, für das Projekt geworben. Fehling, der in sich bei der Abstimmung über das Schilde-Vorhaben in der Stadtverordnetenversammlung 2009 enthalten hatte, unterstrich, dass das Projekt jetzt seine volle Unterstützung habe. Noch immer kenne er jedoch keinen Gesamtprojektplan oder eine umfassende Risikobewertung.

Alles kein Hexenwerk

„Aber das ist kein Hexenwerk, es muss nur gemacht werden.“ Keine Vorbehalte hat Fehling gegen die Zusammenarbeit mit Boehmer als „Projektleiter“ für den Schilde-Park, allerdings nur nach seinen Spielregeln. „Es geht um die Stadt, wir müssen ja nicht unbedingt Freunde sein.“ Für den Schilde-Park schlug Fehling die Anschaffung eines Original-Zuse-Computers vor. Das Bestuhlungskonzept für die Veranstaltungshalle müsse überprüft werden. Fehling stellt die feste Bestuhlung in Frage.

Außerdem forderte er, die Fachhochschule müsse um technische Disziplinen wie Studiengänge für Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftsinformatik. erweitert werden. Gleichzeitig erneuerte Fehling seinen alten Vorschlag, das Stadthaus durch eine überdachte Brücke („Pedway“) mit dem Schilde-Gelände zu verbinden.

Das Stadthaus und die unteres Kernstadt sind weitere Schwerpunkte von Fehlings Wahlprogramm. Er fordert, die Verkehrssitutation durch mehr Kontrollen zu verbessern. Außerdem solle die Stadt den dortigen Landeigentümern beim Vermarkten ihrer Flächen helfen. Im Stadthaus könne er sich die Ansiedlung eines Kompetenzzentrums zum Thema Energie, Haus und Sicherheit vorstellen. Der Übergang zum Schilde-Park und möglicherweise sogar eine Teil-Überdachung der Fußgängerzone dorthin sollen das Areal nach Fehlings Vorstellungen weiter aufwerten.

†  Seine Pläne will Fehling am kommenden Sonnabend zwischen 11 und 13 Uhr beim Sommerfest der unteren Kernstadt vorstellen.

Von Kai A. Struthoff

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