Regierung fürchtet Kartell der Kartenleser

US-Justiz bremst Hypercom-Verkauf

Bad Hersfeld. Die noch verbliebenen 160 Mitarbeiter des auf die Entwicklung und Vertrieb von Kartenterminals und elektronischen Bezahlsystemen spezialisierten Unternehmens Hypercom in Bad Hersfeld können aufatmen.

Das US-Justizministerium die im vergangenen Jahr angekündigte Übernahme des Unternehmens mit Sitz in Phoenix, Arizona, durch den amerikanischen Marktführer Verifone Systems ausgehebelt.

Die Behörde sieht den Wettbewerb auf dem US-Markt für Bezahlterminals in Gefahr und hat ein Kartellverfahren eingeleitet. Über diese überraschende Wende beim Geschäft zwischen den Großen im Markt der elektronischen Bezahlsysteme berichtet die Lebensmittelzeitung in ihrem Internet-Portal.

An der Haltung änderte auch die Tatsache nichts, dass Hypercom im vergangenen Monat ankündigte, das US-Geschäft für 54 Millionen US-Dollar an den französischen Konkurrenten Ingenico abzugeben.

Ingenico muss nun damit rechnen, dass der Kauf unter Umständen abgeblasen wird. Im November des vergangenen Jahres gab Verifone bekannt, für 485 Millionen US-Dollar Hypercom schlucken zu wollen, um seine Stellung in Europa und Nordamerika zu stärken. (kh)

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