Feuerwehr rückte zu mehreren Einsätzen aus

Gewitter: Im westlichen Kreis laufen die Keller voll

Hersfeld-Rotenburg. Das Unwetter, das am Mittwochvormittag über Waldhessen gezogen ist, hat vor allem das westliche Kreisgebiet in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem im westlichen Kreisgebiet sind einige Keller vollgelaufen, erklärte die Notdienst-Leitstelle des Landkreises auf Nachfrage mit.

Die Feuerwehren mussten knapp 20 Einsätzen ausrücken, nachdem zwischen 9 und 10 Uhr eine Gewitterzelle über das Kreisgebiet gezogen ist. Betroffen waren vor allem die Gemeinden Niederaula, Kirchheim und Alheim im westlichen Waldhessen.

Nach 10 Uhr ließ der Regen bereits wieder nach. Auch die Zahl der Alarmierungen bei der Feuerwehr nahm wieder ab.

Damit ist schon zum wiederholten Mal in den vergangenen Tagen ein Unwetter im Kreis Hersfeld-Rotenburg einigermaßen glimpflich abgelaufen. Ab 8.30 Uhr hatte sich der Himmel im Süden und Westen des Kreisgebiets völlig verdunkelt. Die Gewitterzelle zog vom Vogelsberg Richtung Nordosten. Gegen 9.30 Uhr begann das Gewitter in der Kreisstadt mit heftigem Regen, Blitz und Donner.

Über Kirchheim ergoss sich ein so heftiger Regenschauer, dass innerhalb weniger Minuten das Wasser in der Industriestraße über 40 Zentimeter hoch stand. Eine Zufahrt zum REWE-Markt in der Industriestraße war nicht, oder nur mit Geländefahrzeugen möglich. Auch von einem etwas höher gelegenen Parkplatz des SVG-Rasthofes schossen die Wassermassen auf den Parkplatz des Einkaufsmarktes und auch der vordere Kassenbereich würde von den Wassermassen überschwemmt. Der Verkaufsbetrieb musste kurzzeitig eingestellt werden. Die Feuerwehr aus Kirchheim rückte mit starker Besetzung an, um noch größere Schäden zu verhindern und öffnete gemeinsam mit Gemeindearbeitern die Gullyabflüsse, die teilweise auch von Rindenmulch verstopft waren. Im REWE-Markt befreiten Mitarbeiter des Marktes gemeinsam mit der Feuerwehr den Kassenbereich vom Wasser, das auch hier  5 Zentimeter hoch stand.

In Niederjossa war unter anderem der Keller des evangelischen Kindergartens vollgelaufen.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hatte vor schwerem Gewitter, heftigem Starkregen und Hagel mit etwa vier Zentimeter großen Körnern gewarnt. Die Niederschlagsmenge könne zwischen 25 und 40 Liter pro Stunde betragen. Sturmböen sollten laut Unwetterwarnung Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen.

Die Unwetter der vergangenen Tage, die am Montag und Dienstag vor allem in Kassel und Umgebung für erhebliche Schäden gesorgt hatten, waren an Waldhessen weitgehend vorbeigezogen. Lediglich in der Nacht zum Dienstag hatte ein Gewitter geringe Schäden verursacht. In Bad Hersfeld schlug der Blitz in einen Schornstein ein. (mcj)

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