Cristin-Claas-Trio stellte seine fünfte Studio-CD bei Auftritt im Buchcafé vor

Unvergessliche Stimme

Die feenhafte Stimme von Sängerin Cristin Claas (Mitte) bot dem Publikum im Bad Hersfelder Buchcafé viel Gelegenheit zum verträumten Lauschen. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Das Cristin- Claas-Trio ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Buchcafé-Konzertreihe „woman&voice“. Am Samstagabend gastierten die drei sympathischen Künstler bereits zum vierten Mal im Bad Hersfelder Buchcafé. Auch diesmal hatte das Trio wieder eine neue, die fünfte Studio-CD, und viel frisches Songmaterial für das Bad Hersfelder Publikum im Gepäck.

Komplett auf Deutsch

Das brandneue, in Zusammenarbeit mit dem renommierten Texter Werner Karma entstandene Album „In Zeiten wie diesen“ ist komplett in deutscher Sprache verfasst.

Cristin Claas ist auch auf dem neuen Album ihrem sehr individuellen Gesangsstil treu geblieben. Feminin, hoch und glasklar, so singt die junge Sängerin, häufig mit geschlossenen Augen ihre verträumten Gesangsmelodien, die stellenweise melancholisch wie ein portugiesischer Fado wirken – eine unvergessliche Stimme.

Ihre beiden musikalischen Begleiter, Pianist Christoph Reuter und Gitarrist Stephan Bormann, bewiesen bei diesem Konzert erneut, dass sie definitiv zur musikalischen Elite der deutschen Musikszene gehören.

Die beiden hervorragenden Instrumentalisten kreierten gemeinsam einen so vollen und reichhaltigen Sound, dass man als Zuhörer nicht einen Moment lang eine Rhythmusgruppe mit Bass und Schlagzeug vermisste.

Gitarrist Stephan Bormann etwa spielte bei schnellen, funkigen Stücken raffinierte Basslinien, klopfte auf dem Korpus der Gitarre den Grundrhythmus und warf außerdem noch kleine Soloriffs auf den oberen Saiten ein. Bei leisen Balladen dagegen glänzte er mit gefühlvollen Solomelodien, die seinen Zuhörern häufig die Gänsehaut auf die Unterarme zauberten.

Und Pianist Christoph Reuter wechselte ständig mit viel Gefühl zwischen dem sehr dynamischen Fender Rhodes E-Piano und den sanfteren Piano- und Streicherklängen seines zweiten Tasteninstruments. Seine Klangflächen waren manchmal zerbrechlich und leise, dann wieder orchestral und gewaltig.

Das Buchcafé-Publikum honorierte dieses außergewöhnliche Musikerlebnis mit viel begeistertem Applaus und ließ Cristin Claas selbstverständlich nicht ohne Zugabe von der Bühne. (wr)

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