Simon Stache aus Asbach übersteht Erdbeben

In Unterwäsche auf die Straße

Simon Stache Foto: Pistor

Tokio/Asbach. „Mama und Papa, mir geht’s gut ansonsten“ – mit dieser Nachricht beruhigte der zurzeit in Tokio lebende Simon Stache seine Familie in Asbach. Über das Internet hält er Kontakt mit Angehörigen und Freunden.

„Unser Kühlschrank wäre fast umgeflogen, alle Flaschen sind runtergefallen und die Alarmanlagen von allen Autos gehen an“, berichtete er am Morgen. „Und ich stehe nur in Unterwäsche und T-Shirt mit allen Nachbarn auf der Straße!“

Eher irritierend als beängstigend empfand Simon die ständigen Nachbeben. „Ich kann gar nicht mehr sagen, ob es noch wackelt oder aufgehört hat. Das waren mindestens vier oder fünf Stunden, wo es dauernd wieder angefangen hat.“

Einen Vorteil, immerhin, hatte das Beben für den jungen Asbacher. Er hatte eigentlich am Tag zuvor sein Zimmer aufräumen wollten, hatte das aber nicht geschafft. „Ein Glück, dass ich das nicht gemacht hab“, scherzte er.

Ebenfalls gemeldet hat sich Lena Scheffel aus Bad Hersfeld, die zurzeit auf Hawaii ist. „Wir werden gerade evakuiert und warten auf den Tsunami“, schrieb sie. Es habe die Anweisung gegeben, sich nur in den oberen Stockwerken des Gebäudes aufzuhalten. (zac)

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