250 Dinge, die wir an der Region mögen (205): Der Promenadenweg am Tageberg

Unter Bäumen wandern

Die Carl-Strauß-Anlage am Promenadenweg auf dem Tageberg erinnert an Bürgermeister Carl Strauß, der sich unter anderem für die Gestaltung des Weges eingesetzt hat. Foto: Conradi

Bad Hersfeld. Ein Spaziergang am Tageberg, beginnend an den „Alpen“ über den Promenadenweg, von Kastanien und Linden gesäumt, weiter bis zur Carl-Strauß-Anlage hinter den Kleingärten, lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Wunderschön ist das lichte Grün der Bäume im Frühjahr, die im Sommer dem Wanderer Schatten geben, im Herbst mit unterschiedlichen Farbgebungen das Auge erfreuen und im Winter Schutz vor Wind und Sturm bieten.

Der Promenadenweg, das grüne Band am Tageberg, wurde auf Anregung von Oberförster Klein (um 1911) und mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Carl Strauß (1857 bis 1937) begonnen und angelegt. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein nahm sich der Ausführung an und errichtete in der letzten Kehre der Alpen einen Gedenkstein für Bürgermeister Georg Braun (1834 bis 1909), den Vorgänger von Carl Strauß.

Ihm folgt auf der Höhe ein Gedenkstein für Oberförster Klein, an den der Name Kleinshöhe bis heute erinnert.

Der Weg, von Kastanien gesäumt, führt vorbei an der Hummelhütte (im Wald) bis zum Denkmal für Herrn von Osterhausen, der maßgeblich an der Idee und Verwirklichung beteiligt war. Von dort schaut der Wanderer weit über die Stadt zum Petersberg, auf die Wippershainer Höhe und durch das offene Tal zur Rhön.

Geehrter zog nach Hersfeld

Eine kurze Strecke weiter überquert er die Straße, die zum Tanzplatz führt, unterhalb der Kleingärten. Er folgt der Kastanienallee bis über die Hamburger Hütte zur Carl-Strauß-Anlage, die Bürgermeister Carl Strauß (Amtszeit von 1896 bis 1916), gewidmet wurde. Die Einweihung fand 1927 unter reger Beteiligung der Familie und Bevölkerung statt. Der Geehrte entschloss sich daraufhin, aus Leipzig kommend, wieder nach Hersfeld zu ziehen, um hier seinen Lebensabend zu verbringen.

Zu den Ehrenbürgern der Stadt zählt er seit dem 13. Dezember 1932. Am 4. April 1937 starb Carl Strauß. Die Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof am Frauenberg, in der Nähe der historischen Kapelle.

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