Für Hans und Hildegard Feick aus Bad Hersfeld ist ihr Garten ein ganz besonderer Ort

„Es ist unser Zuhause“

Hans Feick (83) hat in seinem Garten allerlei angepflanzt. Neben Tomaten – die er auf unserem Bild erntet – findet man dort unter anderem Johannisbeeren, Stachelbeeren, Salat, Karotten und verschiedene Kräuter. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. Alles fing mit einem 1200 Quadratmeter großen Garten am Frauenberg an. Hans Feick wollte schon immer einen Garten haben. Somit baute er mit seiner Frau, Hildegard Feick (81), als erste Siedler am Frauenberg, ein kleines Häuschen am Waldrand. Dort verbrachte die Familie mit fünf Kindern ihre Freizeit in den Ferien oder am Wochenende.

350 Marmeladengläser

Zehn Zentner Erdbeeren und einen Zentner Himbeeren erntete und verkaufte Hildegard Feick. Davon kochte sie circa 350 Gläser mit Marmelade. „Wir waren Selbstversorger“, erzählt Hans Feick. Als die Eltern von Hans Feick starben, übernahm er das Elternhaus im Schlippental mit einem großen Garten.

Dort verarbeitete er Granitsteine von alten Bürgersteigen, die eigentlich auf dem Müll landen sollten. Zudem mauerte er ein Gartenhaus, in dem früher Kaffee getrunken wurde oder Hans Feick seinen Mittagsschlaf hielt. Heute ist das Gartenhaus eher eine Rumpelkammer, in der Gartenmöbel untergebracht werden.

Die Feicks haben allerlei in ihrem Garten gepflanzt, wie Apfelbäume, Himbeeren, Stachelbeeren, Tomaten, Karotten, Salat und einen Kräutergarten. „Früher war der Garten ein Nutzgarten, heute ist er zudem noch ein Wohngarten“, erklärt Hans Feick. Auch ein kleiner Brunnen ziert den Garten. Früher gab es dort auch einen Stall, in dem Ziegen, Schweine, Hühner und Hasen hausten.

Ein Baum zur Geburt

Für die vielen Kinder und Enkelkinder haben Hans und Hildegard Feick den schönsten Platz im Garten reserviert. Dort steht eine Schaukel, früher gab es auch einen Sandkasten. Außerdem baute Hans Feick zusammen mit seinen Enkelkindern ein kleines Holzhaus, in dem heute noch Urenkelkinder spielen. Das besondere an dem Garten der Feicks ist ein Zwetschgenbaum, der vor 83 Jahren zur Geburt von Hans Feick gepflanzt wurde. Auch seine Geschwister und die Enkelkinder bekamen zur Geburt einen Baum.

Köpfe aus Stein

Überall im Garten kann man kleine Steinfiguren bestaunen, die Köpfe darstellen. Diese hat einer der Söhne des 83-Jährigen bearbeitet. „Garten und Hof sind unser Zuhause, auch unsere Diamantene Hochzeit haben wir hier gefeiert“, erzählt der gebürtige Hersfelder stolz.

Von Jana Schiller

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