DGB-Gewerkschaftssekretär Klaus Schüller verabschiedet sich aus dem Arbeitsleben

Auf in den Unruhestand

Mit Humor: Klaus Schüller gibt auf seiner Verabschiedungsfeier Anekdoten aus seiner langjährigen Dienstzeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund preis. Foto: Sell

Bad hersfeld. Der langjährige DGB-Gewerkschaftssekretär und Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Hersfeld-Rotenburg, Klaus Schüller, geht nach insgesamt 50 Jahren beruflicher Tätigkeit in den Ruhestand. Im Bürgerhaus am Petersberg fanden sich Familie, Freunde und Bekannte ein, um den im thüringischen Meiningen lebenden Gewerkschafter zu verabschieden. Neben der ein oder anderen Anekdote aus seiner Dienstzeit wurde Schüller von den Rednern als ein stets mutiger, ehrlicher, direkter und auch ungeduldiger Gewerkschafter beschrieben, der schon manches Mal für Chaos sorgte.

Mit 16 Jahren machte Schüller eine Ausbildung zum Werkzeugmacher bei der deutschen Reichsbahn der ehemaligen DDR. Eigentlich wollte er Lokführer werden, was seine Farbenblindheit jedoch nicht zuließ. Nach der Wende wurde er beim Deutschen Gewerkschaftsbund aktiv. Angefangen als DGB-Kreisvorsitzender in Thüringen, durchlief der heute 65-jährige verschiedene Stationen im DGB. Auch bei der SPD war Schüller in verschiedenen Funktionen politisch aktiv. Hier im Kreis ist Klaus Schüller bekannt für seinen Einsatz im Tarifvertragskonflikt der Amazon-Mitarbeiter. Zum Ende seines Berufslebens hin begleitete er die Seniorenarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund.

Nach 23 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit beim DGB geht er nun in den „verdienten Unruhestand“, wie er seinen Lebensabend selbst betitelt. Neben den geplanten Reisen mit seiner Frau möchte Schüller weiterhin ehrenamtlich beim DGB aktiv sein. Komplett aus dem Gewerkschaftsleben verabschiedet hat sich Klaus Schüller also noch nicht.

Von Franziska Sell

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