Verleihung des Opernpreises in der Stiftsruine – Ehrenbrief des Landes an Marlies Fey

Ungewöhnlich klangschön

Ausgezeichneter Nachwuchssänger: Daniel Wagner (rechts) erhielt den Orpheuspreis für Nachwuchssänger vom Vertreter der Sparkassenstiftung Thomas Wurzel (links) und Rosemarie Zillinger, Vorsitzende der musischen Bildungsstätte (Mitte). Foto: Broy

Bad Hersfeld. Marlene Lichtenberg hat für ihr Stimmvolumen und ihre Bühnenpräsenz als Fenena in „Nabucco“ den Opernpreis 2010 erhalten.

Während eines Festaktes in der Stiftsruine wurden noch weitere Preise vergeben: Der Orpheuspreis für Nachwuchssänger ging an Daniel Wagner, der als Tamino in der „Zauberflöte“ überzeugte.

Den Ensemble-Preis verlieh Dr. Thomas Wurzel von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen dem Sinfonieorchester Virtuosi Brunensis, das die diesjährigen Opernfestspiele begleitet.

Die Mitglieder der „ungewöhnlich klangschönen“ Gruppe stammen aus dem tschechischen Brünn und wurden für ihre Darbietung während des Festaktes minutenlang beklatscht.

Für vierzig Jahre als ehrenamtliche Helferin des Arbeitskreises für Musik wurde außerdem Marlies Fey mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Kinderoper in 2011

Staatsminister Steffen Grüttner erinnerte in seiner Ansprache daran, dass nur wenige Kilometer von Bad Hersfeld die Mauer stand, die verhinderte, dass alle Menschen in den Genuss der Oper kommen konnten, und richtete Grüße vom Ministerpräsidenten Roland Koch als Schirmherrn der 31. Opernfestspiele aus.

Zum Abschluss des Festaktes gab Klaus Malettke vom Kuratorium der Opernfestspiele einen Ausblick auf das Jahr 2011, in dem Bedrich Smetanas „Die verkaufte Braut“, Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ und Claudio Monteverdis „Die Krönung der Poppäa“ aufgeführt werden.

Für Ende März 2011 ist außerdem eine kindgerechte Oper eingeplant: Mozarts „Entführung aus dem Serail“ soll junge Zuschauer in die Ruine locken.

Von Sonja Broy

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