Ungeschriebenes, Geschriebenes und Vorübergehendes

Der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck, seiner charmanten Frau und dem österreichischen Bundespräsidentenpaar war zweifellos der Höhepunkt der vergangenen Woche. Alle, die Gauck zu sehen bekommen haben, schwärmen von dem freundlichen und volksnahen Bundespräsidenten.

Auch unser Redaktionsleiter Kai A. Struthoff gehört zu den Gauck-Fans, denn trotz später Stunde gab der Bundespräsident ihm mitten auf der Festspiel-Bühne bereitwillig ein kurzes Interview. Er schwärmte von der Ruine, deren Architektur mit einem spreche, er war begeistert von der feinfühligen Umsetzung des zeitlosen Schiller-Stücks. Und Gauck gab freimütig zu, dass auch er das Dilemma der Elisabeth, zwischen Herz, Verstand und Volkes-Wille entscheiden zu müssen, wohl kenne.

Gern hätten wir dies auch veröffentlicht, aber das Bundespräsidialamt verweigerte die – bei Interviews allgemein übliche – Autorisierung. Es verwies darauf, dass dadurch die anderen Medien benachteiligt würden. Denn die waren nicht so dicht dran wie unsere kleine Heimatzeitung. Bei uns sitzen Sie eben wirklich in der ersten Reihe.

Claus J. Frankl – diesen Namen verbinden Kenner der Bad Hersfelder Festspiele nicht nur mit der Bühnenfassung des Kloster-Krimis „Der Name der Rose“, sondern auch mit dem legendären Festspiel-Buch „Die große Faszination“ – heute eine gesuchte Rarität. Frankl, der momentan bei den Eutiner Festspielen den Rabbi im Musical „Anatevka“ spielt, war Mitte der 80er Jahre einige Zeit als Dramturg in Bad Hersfeld und hat die Festspiele seitdem für immer ins Herz geschlossen. Seine Erinnerungen an diese Zeit sind ein authentisches Stück Festspielgeschichte. Frankls offenen Brief, den er unserer Zeitung anlässlich der Wiederaufnahme von „Der Name der Rose“ übermittelt hat, dokumentieren wir in voller Länge auf unserer Website www.hersfelder-zeitung.de

Die Belebung des Bad Hersfelder Stadthauses durch die Kinderabteilung des Bekleidungshauses C&A wird leider nur vorübergehend sein: Die gestern erfolgte Eröffnung der „Filiale“ hat mit dem geplanten Total-Umbau des Hauptgeschäftes in der Breitenstraße zu tun, der bis September abgeschlossen sein soll. Dann ziehen auch die Kinderklamotten wieder um.

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