30 Schlachtbullen lagen stundenlang in umgekipptem Lastzug

Viehtransporter auf der A7 umgekippt

Homberg. Am Montagabend kam es auf der A7 zwischen Homberg Efze und Hersfeld West gegen 23 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Viehtransporter. Der Fahrer des Transporters kam aus bisher ungeklärter Ursache im Baustellenbereich von der Fahrbahn ab.

Beim Versuch, das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zurück zu lenken schleuderte der Lastzug und geriet völlig außer Kontrolle. Die Zugmaschine krachte nach rechts in die Böschung, wobei der Anhänger an der Zugmaschine vorbeischleuderte und umkippte. Der Viehtransporter hatte in der Zugmaschine 8 und im Anhänger 22 Schlachtbullen geladen, die durcheinander geschleudert wurden, wobei 2 Tiere im Lastzug verendeten.

Nachdem um ca. 1:00 Uhr die Feuerwehr an der Unfallstelle eintraff, konnten die überlebenden Tiere, nach schwierigen Vorbereitungsarbeiten, unter Aufsicht eines Tierarztes umgeladen werden. Während der Umladung wurde die A7 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt, um einen Folgeunfall durch eventuell ausbrechende Bullen zu verhindern.

Für alle Fälle stand an der Einsatzstelle ein Jäger bereit, um ausbrechende Bullen sofort zu erschießen. Nach der Bergung der Tiere wird ein Spezialunternehmen für LKW-Bergung den Viehtransporter bergen. Die Bergungsarbeiten werden vermutlich noch bis in die Vormittagsstunden andauern.

Fotos von der Einsatzstelle

Unfall mit 30 Schlachtbullen auf der A7

An der Unfallstelle bildete sich ein Stau von über 10 Kilometern weit über Homberg Efze hinaus. Die Höhe des Schadens wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. (yka)

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