Zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim

Unfall auf der A4: Kleintransporter fährt auf Gefahrgut-Lastzug auf

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Aufgefahren: Dieser Kleintransporter prallte auf einen Silozug.

Bad Hersfeld/Kirchheim. Ein Kleintransporter ist am Dienstagmorgen auf der A4 zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim nach einer Rechtskurve auf einen mit Gefahrgut beladenen Silozug aus Hamburg aufgefahren.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 39-jährige Fahrer des auffahrenden Fahrzeuges aus dem Rhein-Sieg-Kreis schwer verletzt und nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle, mit dem Rettungswagen in das Klinikum nach Bad Hersfeld gebracht. An dem Kleintransporter entstand laut Polizei ein  Totalschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Der 54-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Der Auflieger des mit zähflüssigem, auf etwa 180 Grad erhitztem Bitumengrundstoff voll beladenen Silozuges, wurde durch den Aufprall stark beschädigt. Der Tankstutzen wurde bei dem Aufprall vollständig abgerissen, die äußere Tankhülle beschädigt. Da das durch die relativ kleine Öffnung ausgetretene Bitumen an der Luft sofort erkaltete und erstarrte, gelangte zunächst keine Ladung auf die Fahrbahn. Der Tank dichtete sich dadurch gewissermaßen von selbst ab.

Gefährlich war das Ladegut laut Polizei durch die Hitze und Klebrigkeit. Der rechte Fahrstreifen musste an der Unfallstelle wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten in Fahrtrichtung Kirchheim vorläufig gesperrt werden. Auf etwa 200 Metern  verteilt befanden sich Schutz und Fahrzeugteile auf der Fahrbahn. Die Autobahnmeisterei war zur Absicherung mit Sperrhängern vor Ort. Die herbeigerufene Feuerwehr Bad Hersfeld wurde nach Lagebeurteilung wieder von der Unfallstelle abgezogen. Trotz der Sperrung wurde der Verkehr kaum behindert, teilte die Polizei mit.

Der Schaden an dem Sattelzug wurde durch die aufnehmenden Beamten der Polizeiautobahnstation vorläufig mit etwa 50.000 Euro  beziffert. Eine abschließende Beurteilung der Schadenshöhe sei derzeit nicht möglich, da noch nicht feststehe, ob die Ladung aufgrund der Beschädigungen des Tankstutzens überhaupt aus dem Tank entfernt werden kann. Falls nicht, würde die Masse im Tank erkalten und der gesamte Auflieger müsste entsorgt werden. (red/jce)

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