Theatergruppe Großentaft bringt in diesem Jahr „Frauenpower“ auf die Bühne

Unerkannt im Wahlkampf

Die Theatergruppe Großentaft: Um Frauenpower in der Kommunalpolitik geht es beim neuesten Stück, das erstmals am Samstag gezeigt wird. Auf dem Bild fehlen die Schauspieler Bernd Krieg und Anna-Lena Kommer. Foto: Desoi

Großentaft. „Frauenpower“ von Bernd Gombold heißt in diesem Jahr das Stück, das die Theatergruppe Großentaft jeweils am Samstag, 12., 19. und 26. Dezember aufführt. Inhaltlich passt das Stück optimal zu den anstehenden Kommunalwahlen.

Eigentlich sollte es in der Gemeinde wieder einen Kommunalwahlkampf geben, wie gewohnt. Gerne würde Bürgermeister Heinz Gscheidle mit seinen männlichen Kollegen den alten Trott weiterlaufen lassen. Doch dieses Mal hat sich eine Frauenliste gebildet, mit dem Ziel, die Männerherrschaft zu brechen. Gscheidle lässt sich einen perfiden Plan einfallen. Sein neuer, junger Gemeindeinspektor Hannes Klug wird als Frau verkleidet und in die Frauenriege eingeschleust. So soll er interne Informationen erkunden. Doch Hannes Klug macht als „Hanni“ großartige Vorschläge und wird in der Frauenliste als Spitzenkandidatin gewählt.

Selbst die Presse erfreut sich an dem fortschrittlichen Programm. Doch Hannes Klug verkörpert eine neue Generation „Männlichkeit“. Die verkrusteten Denkmuster des Bürgermeisters sind ihm zuwider. Er schleust die Damen in Verkleidung in den „Rosaroten Panther“ ein. In diesem umstrittenen Nachtlokal ist der Bürgermeister mit seinen Mannen Stammgast. Diese Männerdomäne wird zum Tollhaus, als der Bürgermeister sowie die Gemeinderatsmitglieder die Damen der Liste „Frauenpower“ anbaggern.

Die Theatergruppe Großentaft ist das jüngste Laienspielensemble in der Marktgemeinde Eiterfeld. Seit 1992 gibt es hier jährlich Aufführungen zur Weihnachtszeit. Nur hier gibt es eine Jugendbühne, die auch jährlich selbständige Vorführungen bietet. So spielen dieses Jahr erstmals Nathalie Hohmann und Theresa Landeck, beide ehemals Jugendschauspielerinnen, mit. Damit stehen zwei Generationen auf der Bühne. Passend zum Stück führt eine Frau die Regie: Denise Kommer. Nach Karin Krieg (1993) ist sie die zweite weibliche Regisseurin.

Nur über den stressigen Zeitgeist klagen alle Mitspieler. Marc Ide: „Da wir alle noch in anderen Vereinen aktiv sind, wird es immer schwieriger, gemeinsame Probetermine zu finden.“ Die Aufführungen finden im Dorfgemeinschaftshaus Großentaft statt und beginnen um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es in der Sparkassenfiliale Großentaft, bei der VR-Bank in Großentaft, im Gasthaus zur Linde, im Caféstübchen Kommer und bei den Mitgliedern der Theatergruppe.

Von Christa Desoi

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