Zwölf Bad Hersfelder und Haunecker waren beim Tatort-Dreh in Fulda dabei

Im Bus mit Ulrich Tukur

Durften den Tukur-Tatort „Schwindelfrei“, der am Sonntag im Fernsehen ausgestrahlt wird, schon vorab sehen: Kerstin Schneider, Tina Stühler-Ullrich und Marlene Vetter (vorne von links) sowie Klaus Pietrak, Dirk Kehl, Armin Leckel und Volker Schneider (hinten von links) haben im vergangenen Jahr als Komparsen beim Dreh in Fulda mitgewirkt. Foto: Maaz

Bad Hersfeld/Hauneck. Wer am Sonntag beim Tatort genau hinschaut – aber ganz genau –, entdeckt sie vielleicht. Fünf Männer und sieben Frauen aus Bad Hersfeld und Hauneck waren im vergangenen Jahr beim Tatort-Dreh mit Ulrich Tukur als LKA-Ermittler Felix Murot in Fulda als Komparsen dabei.

Die Truppe mimte Fahrgäste im Bus, vom Studenten bis zum Rentner, „normale Leute eben“, erklärt Armin Leckel. Für Leckel, Harald Brill, Dirk Kehl, Klaus Pietrak und Volker Schneider war es nicht der erste Tatort-Dreh. Die aus der Action-Gruppe der Bad Hersfelder Festspiele bekannten Männer waren bereits bei vier weiteren Hessen-Tatorte mit Joachim Krol und Nina Kunzendorf dabei – mal füllten sie als Kneipenbesucher das Bild, mal durften sie als Polizisten in Uniform durchs Bild laufen und auch auf dem Frankfurter Kiez waren die fünf schon im nächtlichen Einsatz. „Einmal durften wir sogar einen echten Streifenwagen fahren“, berichtet Volker Schneider lachend. „Immer vor und zurück, vor und zurück.“ Für die Männer sind die Komparsen-Tage meist mit viel Spaß verbunden, gemeinsam geht es im Auto oder im Zug zum Zielort. Auf der Rückfahrt wird dann auch gerne mal ein Bier getrunken. Anekdoten haben sie so einige zu erzählen.

Für den Dreh in Fulda hatte die Komparsenchefin noch eine besondere Aufgabe für Leckel und Co. „Wir sollten sieben Frauen mitbringen.“ Die waren mit Marlene Vetter, Kerstin Schneider, Elke Maikranz, Birgit Henrich, Tina Stühler-Ullrich, Angelina Ullrich und Margret Weber schnell gefunden. „Ich war gleich Feuer und Flamme“, so Tina Stühler-Ullrich. „Studenten sind sowieso überall dabei“, ergänzt Marlene Vetter schmunzelnd.

Am 30. November 2012 mussten die Zwölf am frühen Abend in Fulda sein. „Da wurde erstmal unsere Kleidung inspiziert und dann hieß es Warten“, berichtet Leckel. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann endlich los. Vier Stunden dauerte der Dreh im Bus, bei dem auch Ermittler Murot dabei war. Einsteigen, aussteigen, einen Kinderwagen aus dem Fahrzeug heben und telefonieren, das waren die Aufgaben der Bad Hersfelder und Haunecker, die für ihre Mühen mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt wurden.

Vom 6. November bis 12. Dezember 2012 hatte der Hessische Rundfunk in Frankfurt, Bad Homburg, Fulda und Umgebung gedreht. In der Folge „Schwindelfrei“ verschlägt es Murot und seine Assistentin Magda Wächter nach Fulda in die faszinierende, aber auch böse Welt des Zirkus Raxon.

Von der Busszene sind letzlich nicht viel mehr als zehn Sekunden übrig geblieben. Ein wenig enttäuscht waren die Bad Hersfelder und Haunecker, die am Montagabend bei der Preview im Sendezentrum des HR in Frankfurt dabei sein durften, schon. Auch über den Film gab es geteilte Meinungen. Eines aber ist klar: „Wir hatten Spaß und nehmen den Tatort auf, um die entscheidenden Szenen dann nochmal in Zeitlupe anzusehen.“

Sonntag, 8.12., 20.15 Uhr, ARD

Von Nadine Maaz

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