6000 Besucher stürmen am Wochenende die Stadthalle – Aussteller hochzufrieden

Überwältigendes Interesse

Wer sich vor der Stadthalle auf dem Segway versuchte, dem half Stadtwerke-Chef Peter Sobisch höchstpersönlich, auf dem ungewohnten Zweirad das Gleichgewicht zu finden. Fotos: Schönholtz

Bad Hersfeld. Schätzungsweise 6000 Besucher haben am Wochenende die Stadthalle gestürmt, wo zum zweiten Mal die Bad Hersfelder Energie- und Klimatage stattfanden. Der städtische Klimaschutzbeauftragte Guido Spohr, der die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft und den örtlichen Stadtwerken organisiert hatte, korrigierte die Besucherzahlen ständig nach oben und war am Ende vom riesigen Interesse schier überwältigt.

Dass die Neuauflage der vor zwei Jahren erstmals veranstalteten Informationsmesse etwa doppelt so viele Menschen anziehen würde, lag vermutlich am deutlich breiter gefächerten Angebot. Denn wer beim Thema Energiesparen nur an Wärmedämmung, den neuen Heizkessel und die moderne Glühbirne denkt, der mag sich in der Stadthalle verwundert die Augen gerieben haben. Denn die Vielzahl der Informations- und Beratungsangebote vermittelte den Eindruck, dass irgendwie alles mit allem zusammenhängt.

Im Rahmen der Energie- und Klimatage wurde die Stadt gemeinsam mit Architekt Frank Dorbritz (rechts) ausgezeichnet. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Pro Holzfenster, Heinz Blumenstein, überreichte an Bürgermeister Thomas Fehling (links) und den Klimaschutzbeauftragten Guido Spohr (2. von links) einen Beleg der sogenannten C02-Bank. Danach entzieht die bereits mit einem Design-Preis ausgezeichnete Holzfassade des neuen Parkhauses am Schilde-Park der Atmosphäre 22 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Am Parkhaus wurden 10 600 laufende Meter Lärchenholz verbaut. Foto: nh

Mehr als 40 Aussteller hatte Spohr in und um die Stadthalle versammelt, um die Interessensgebiete möglichst breit abzudecken. Denn die Ausstellung war nicht alleine für den typischen Hauseigentümer gedacht, der sich jetzt um die energetische Ertüchtigung seiner Immobilie kümmert. Vielmehr richtete sich die Veranstaltung an alle, die in Sachen Energie und Klima nicht ganz gedankenlos durchs Leben gehen. Folglich hatten beispielsweise auch die örtliche Verbraucherberatung und ein Anbieter von verbrauchsarmen Waschmaschinen ihre Plätze in der Stadthalle. Im Zentrum des Interesses standen freilich die klassischen Themen, die diesmal auch kleine Windkraftanlagenfür den Hausgebrauch oder Heizkraftwerke einschlossen. Informationen zu hochmodernen Fensterprofilen, dämmenden Fassadenverkleidungen, Erdwärme und anderem mehr deckten die allermeisten Besucherfragen ab. Die örtlichen Geldinstitute zeigten, wie die erforderlichen Investitionen zu finanzieren sind, und für die jüngsten Ausstellungsbesucher gab’s ein Puppentheater.

Von Karl Schönholtz

2. Bad Hersfelder Energie- und Klimatage

Kommentare