Hersfelder Delegation bringt Spendengeld ins Hochwassergebiet

DRK übergibt 23 000 Euro für Fischbeck

Bad Hersfeld. Der Erlös des großen Benefizkonzerts des DRK-Kreisverbands Hersfeld, der örtlichen Feuerwehr sowie des Technischen Hilfswerks vom 29. Juni (wir berichteten) kommt den Opfern der Hochwasserkatastrophe in Fischbeck zugute. Eine vierköpfige DRK-Delegation übergab am Sonntag persönlich einen Spendenscheck in Höhe von 23 000 Euro an Bodo Ladwig, Bürgermeister des Ortes im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.

„Fischbeck war besonders schlimm vom Hochwasser betroffen, weil dort der Deich gebrochen war“, sagt Zahnarzt Dr. Matthias Lotz, Organisator des Konzerts sowie Kreisverbandsarzt des DRK. Noch bis vor kurzem habe Fischbeck komplett unter Wasser gestanden.

Mit der Reise habe er sich davon überzeugt, dass jeder von den Konzertbesuchern gespendete Cent auch dort ankomme, wo er am nötigsten gebraucht werde. Die Summe war auch durch die Unterstützung der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, die Einzelspenden großzügig aufgestockt hatte, und die Beteiligung der Hersfelder Musikschule zusammengekommen.

In Fischbeck selbst habe man laut Bürgermeister Ladwig einen Runden Tisch gegründet, um das Geld gerecht an die Bedürftigen zu verteilen. Diese Kommission besteht aus Ratsmitgliedern, dem Pfarrer sowie Bürgern aus den besonders betroffenen Ortsteilen Fischbeck, Kabelitz und Wust. Das neun Personen zählende Gremium erstellt eine Prioritätenliste, nach der das gesammelte Geld verteilt wird.

Bodo Ladwig berichtet, dass viele der Häuser nach wie vor unbewohnbar seien. „Die Menschen hier sind mit dem Aufräumen und dem Entkernen ihrer Häuser beschäftigt“, sagt der Bürgermeister. Er zeigte sich tief beeindruckt von der ungebrochenen Spendenbereitschaft und Solidarität der Menschen aus ganz Deutschland.

Von Emily Spanel

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