Zahl der Straftaten halbiert: Veranstalter ziehen zufrieden Bilanz

Über 450 000 Besucher feiern friedlich Lolls

Bad Hersfeld. Mit der Verleihung des Preises für das beliebteste Fahrgeschäft und der Freiverlosung auf dem Linggplatz ist gestern Abend das Bad Hersfelder Lullusfest zu Ende gegangen. Obwohl an fast allen Tagen Hochbetrieb herrschte, verlief Lolls 2011 äußerst friedlich. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Volker Bouffier, der als erster Hessischer Ministerpräsident überhaupt auf Einladung der Hersfelder Zeitung das Volksfest besuchte.

„Lolls 2011 wird als besucher- und umsatzstarkes Fest in die Annalen eingehen“, sagt Wilfried Roßbach als städtischer Festorganisator. Er geht davon aus, dass an den acht Festtagen 450 000 Menschen über den Rummel schlenderten. Er hütet sich vor Superlativen, freut sich jedoch darüber, dass Lolls 2011 auch wirtschaftlich besser als das Vorjahr gelaufen sei. „Das sieht man an den freudig hochgezogenen Mundwinkeln der Schausteller“, meint Roßbach.

Mitgespielt habe auch das Wetter. Nur der Regen am Krammarktsmittwoch dämpfte den Besucherstrom. Ein besonderer Erfolg mit mindestens 4 000 Zuhörern war das Lollsfestival mit Guildo Horn.

Zudem verlief die fünfte Jahreszeit in der Kur- und Festspielstadt äußerst friedlich und gewaltlos. In der Unfallhilfstelle am Markt zählte Renate Tobias bis gestern nur 48 Hilfeleistungen nach Stürzen, Schlägereien oder übermäßigem Alkoholgenuss. So viele Einsätze waren sonst allein an einem Lollsmontag die Regel. Außer 15 bis 20 ehrenamtlichen Helfern waren zum Wochenende und am Lollsmontag auch zwei Notärzte direkt am Markt im Einsatz und leisteten schnelle Hilfe bei Frakturen.

Um die Hälfte zurückgegangen sind Straftaten und Schlägereien im Vergleich zum Vorjahr, erklärt Patrick Figge von der Lollswache am Markt. Eher eine Ausnahme waren da acht Randalierer aus Rotenburg, die von der Polizei einen Platzverweis erhielten. Zum Tage Lokalseiten 2 und 3

Von Kurt Hornickel

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