Bürgerinitiativen übergeben Einwendungen zu Windkraft-Plänen an Regierungspräsidium

Über 1000 wehren sich

Übergaben ihre Stellungnahmen persönlich: (vorne von links) Stefan Braun (Ersrode/Hainrode), Klaus Momberger (BI Rettet den Buchwald, Wolfgang Weber (Regierungspräsidium) und Karl Grebe (BI Ludwigsau) vor der Außenstelle des Regierungspräsidiums am Bad Hersfelder Hubertusweg. Foto: Eisenberg

Bad Hersfeld. Am heutigen Freitag endet die Möglichkeit, Stellungnahmen zur zweiten Offenlegung des Teilregionalplans Energie Nordhessen abzugeben. Kritiker der im Entwurf ausgewiesenen Windkraft-Vorrangflächen haben in den vergangenen Tagen gegen die Pläne mobil gemacht.

Vertreter der Bürgerinitiativen Rettet den Buchwald Schenklengsfeld und Ludwigsau sowie Bürger aus den Ludwigsauer Ortsteilen Ersrode und Hainrode haben gestern ihre Einwendungen direkt an Wolfgang Weber von der Außenstelle des Regierungspräsidiums Kassel in Bad Hersfeld übergeben.

Gegen „Umzingelung“

Die Bürgerinitiative Ludwigsau wendet sich gegen die Windfelder 11, 16, 18, 20 und 22 sowie eine mögliche Erweiterung des bestehenden Windparks auf dem Bad Hersfelder Wehneberg, die die Gemeinde umzingeln würden. Gegen mehrere Ludwigsauer Vorrangflächen sprechen sich auch Einwohner von Hainrode und Ersrode aus, die sich aber nicht von der Ludwigsauer Initiative vertreten fühlen. Die Bürgerinititative Rettet den Buchwald wendet sich gegen die Vorrangflächen 37 und 39 zwischen Wippershain, Sorga, Wüstfeld und Dinkelrode.

411 Einwände hatte die Bürgerinitiative Ludwigsau nach Auskunft von Karl Grebe zur Übergabe mitgebracht, etwa 120 zusätzliche seien per Post an das Regierungspräsidium gegangen. 535 Einsprüche hatte die Bürgerinitiative Rettet den Buchwald gesammelt, zahlreiche weitere Einwohner haben laut Klaus Momberger auf dem Postweg oder im Internet eine Stellungnahme abgegeben. Und Stefan Braun berichtete von 150 Stellungnahmen aus Ersrode und Hainrode, die per Post eingegangen seien. Auch die Bürgerinitiative für ein L(i)ebenswertes Friedewald hat 513 Einwendungen gesammelt. Zur Übergabe ist eine Abordnung in dieser Woche zum Hauptsitz des Regierungspräsidiums in Kassel gefahren. Die Einwendungen stammen laut Pressemitteilung aus den Orten Friedewald mit Lautenhausen und Hillartshausen, Heringen-Herfa, Philippsthal-Unterneurode und der näheren Umgebung. Sie richten sich gegen die Vorrangflächen: 21 Gaishecke, 23 Hammundeseiche, 26 Stangenrück, 29/30 Roteberg sowie 28 Waltersberg.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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