250 Dinge, die wir in der Region mögen, Teil 14: Die Meckbacher Kirche

Trutziges Schmuckstück

Ein Schmuckstück, ob im Sommer oder Winter: Die Kirche von Meckbach. Foto: Eyert

MECKBACH. Klein ist sie, dafür aber sehr kompakt. Breit steht sie auf dem Boden. Selbst der Turm scheint zu Gunsten von Festigkeit auf Höhe zu verzichten. Trutzig thront sie auf dem kleinen Hügel in der Ortsmitte von Meckbach.

Generationen von Menschen sind in ihr getauft und konfirmiert worden. Unzählige Eheleute versprachen sich ewige Treue. Silberne, goldene und sogar diamantene Hochzeiten und Konfirmationsjubiläen wurden mit festlichen Gottesdiensten gefeiert. Dann ist die Meckbacher Kirche auch gut besucht.

Sonst eher nicht – außer an Weihnachten. Da ist so etwas wie die Jahreshauptversammlung der Christen. Trotzdem stehen die Meckbächer treu zu ihrem wunderschönen alten Gotteshaus. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes viel dafür übrig. Geld nämlich. Schließlich ist das Schmuckstück des idyllischen Dorfes für viel Geld renoviert worden. Spenden gab’s reichlich, Jagdgenossen, der Festausschuss zur 775-Jahrfeier, Vereine, Initiativen und ganz ganz viele Privatspenden, gerade auch von Leuten, die nicht eben im Geld schwimmen, haben das möglich gemacht.

Jetzt hat die alte Kirche ein neues Kleid. Die wetteranfälligen Seiten sind geschindelt. Daran mussten sich die Meckbächer erst gewöhnen.

Da ist viel diskutiert geworden. Das war auch gut so. Das hat das Schmuckstück aus der Selbstverständlichkeit des Anblicks heraus wieder ins Bewusstsein gerückt. Jetzt wissen wieder alle, was für tolles Gebäude da mitten im Dorf steht.

Bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit und aus jeder Richtung sieht sie anders aus, die schöne Kirche. Und innen drin ist sie auch äußerst ansehnlich. Trotzdem ist sie meistens eher nicht so voll. Außer an Weihnachten. Zur Jahreshauptversammlung.

Von Friedhelm Eyert

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