Eiterfelds Bürgermeister hat den Haushaltsentwurf 2015 vorgelegt – Kein Jugendbeirat

Trotz Widrigkeiten positiv

Eiterfeld. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und großer Herausforderungen konnte Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich den Gemeindevertretern am Donnerstagabend mit dem Haushaltsentwurf für 2015 ein positives Jahresergebnis vorlegen. „Maßgebend hierfür sind eine sparsame und wirtschaftliche Haushaltsführung“, so der Gemeindechef. Es gehe aber eben auch nicht ohne Gebühren- und Steuererhöhungen. Ohne diese könnten die Auflagen des Landes und der Aufsichtsbehörde beim Landkreis nicht erfüllt werden.

Der Ergebnishaushalt schließt bei Aufwendungen in Höhe von rund 14,3 Millionen Euro und Erträgen von rund 14,5 Millionen Euro mit rund 200 000 Euro Überschuss ab. Die Aufwendungen ergeben sich vor allem aus Steueraufwendungen und Umlageverpflichtungen. An Kreis- und Schulumlage zahlt die Marktgemeinde fast 4,2 Millionen Euro, das sind rund 304 000 Euro mehr als 2014. Auch die Kosten für Sach- und Dienstleistungen sowie Personal steigen dieses Jahr.

„Es ist richtig, wenn wir heute bedenken, was wir verbrauchen“, sagte Scheich mit Blick auf die doppische Haushaltsführung und die Notwendigkeit, Abschreibungen durch Erträge zu erwirtschaften. „Allerdings ist eine Kommune nicht zu betrachten wie ein Unternehmen, da wir viele Investitionen tätigen müssen, die sich nun mal nicht betriebswirtschaftlich rechnen lassen.“

Schwerpunkte der geplanten Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von fast 1,9 Millionen Euro im Finanzhaushalt sind diverse Tiefbaumaßnahmen, die rund 1,1 Millionen verschlingen.

Nun werden die Fraktionen über den Haushaltsentwurf beraten, der dann voraussichtlich in der nächsten Gemeindevertretersitzung beraten und beschlossen wird.

Ein weiteres Thema war am Donnerstag der Jugendbeirat der Marktgemeinde, dessen Wahl nach einstimmigen Beschluss 2015 erneut ausgesetzt wird. Grund dafür sind schlicht und einfach fehlende Bewerber. Zuletzt hatte es 2012 einen solchen Beirat gegeben. Auch über die Schulen wurde laut Bürgermeister Scheich versucht, junge Menschen anzuwerben, allerdings ohne Erfolg.

Ganz abschaffen will man den Jugendbeirat aber noch nicht. Dafür plädierte auch Eva Kohlmann (SPD), die diese Möglichkeit der Beteiligung erhalten wollte. KurZ notiert, Hintergrund

Von Nadine Maaz

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