Bad Hersfelder Stadtbrandinspektorin kündigt für die nächsten Tage Entscheidung an

Tritt Nadine Reinhardt zurück?

Nadine Reinhardt

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Feuerwehr steht möglicherweise vor einer Führungskrise: Nach dem angekündigten Rücktritt des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Stefan Möller denkt nun offenbar auch Feuerwehr-Chefin Nadine Reinhardt darüber nach, ihr Amt vorzeitig zur Verfügung zu stellen. „Noch ist nichts offiziell“, erklärte Reinhardt gestern auf Anfrage unserer Zeitung, kündigte eine Entscheidung jedoch für die nächsten Tage an. Bis dahin seien noch einige Gespräche zu führen.

Reinhardt war erst vor gut einem Jahr zur neuen Stadtbrandinspektorin und damit zur ersten Frau an der Spitze der Kreisstadt-Wehren gewählt worden. Die Nachfolgerin des langjährigen Stadtbrandinspektors Thomas Daube hatte sich seinerzeit knapp gegen Christian Bärmann durchgesetzt.

Nach Informationen unserer Zeitung vermisste Reinhardt die für ihre Position erforderliche Rückendeckung aus Verwaltung und Feuerwehr. Noch im Januar hatte Reinhardt Rücktrittsgerüchte mit den Worten dementiert, das stimme „definitiv nicht“.

Von heute auf morgen führungslos wäre die Wehr allerdings selbst im Falle eines Falles nicht: Auch wenn es keinen weiteren Stellvertreter gibt, würden Reinhardt und Möller so lange im Amt bleiben, bis sie vom Magistrat der Stadt aus ihrer Verantwortung entlassen werden.

Die Wahl eines neuen Stadtbrandinspektors oder einer Stadtbrandinspektorin sowie eines oder mehrerer Stellvertreter müsste allerdings schon vor der nächsten Jahreshauptversammlung stattfinden, die erst im Januar auf dem Terminplan steht.

Von Karl Schönholtz

Kommentare