Hotel Bossa Nova begeisterte mit brasilianischem Rhythmus das Publikum im Buchcafé

Trip an den Zuckerhut

Temperamentvoll: Liza da Costa (2. von rechts) ist eine Frontfrau mit enorm viel Power. Sie moderiert humorvoll, tanzt schwungvoll und singt exzellent. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Für die Musiker der Wiesbadener Band „Hotel Bossa Nova“ war es ein freudiges Wiedersehen, als sie am Freitagabend, nach ihrem ersten Live-Auftritt in Bad Hersfeld vor elf Monaten, die Bühne des ausverkauften Buchcafé-Konzertsaals erneut betraten und sofort mit warmherzigem Applaus begrüßt wurden.

Sängerin und Frontfrau Liza da Costa war hocherfreut, dass das Bad Hersfelder Publikum sich offensichtlich gut an den vergangenen Auftritt erinnerte und erneut so zahlreich in das Buchcafé geströmt war, um sich mit authentisch brasilianischer Live-Musik auf allerhöchstem spieltechnischem Niveau berieseln zu lassen.

Neuzugang an der Gitarre

„Hotel Bossa Nova“ hatten mit Pedro Tagliani zwar einen Neuzugang an der Gitarre, aber am exzellenten Sound des Wiesbadener Quartetts änderte dieser Wechsel zum Glück nicht viel.

Kontrabassist Alexander Sonntag und Schlagzeuger Wolfgang Stamm bilden zusammen eine Rhythmusgruppe, wie sie brasilianischer gar nicht sein könnte. Ihre feurigen Grooves sind atemberaubend und temperamentvoll und bilden den Grundteppich, den Gitarrist Pedro Tagliani und Sängerin Liza da Costa für ihre ausführlichen, sehr jazzigen Improvisationen brauchen. Bei manchen Stücken ist das Tempo geradezu fantastisch. Die Besen von Schlagzeuger Wolfgang Stamm scheinen fast über die Toms zu fliegen und erzeugen Rhythmen, die sich anhören, als ob er mehr als zwei Arme hätte.

Das Bad Hersfelder Publikum zeigte sich begeistert und spendete nach jedem einzelnen Lied tosenden Applaus für diesen großartigen musikalischen Zweieinhalbstundentrip an den „Zuckerhut“. (rö)

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