Amazon-Personaldienstleister weist Vorwürfe zurück

Trenkwalder will Tarif gezahlt haben

Bad Hersfeld. Der Personaldienstleister Trenkwalder, bei dem die Amazon-Leiharbeiter angestellt waren, wehrt sich gegen Vorwürfe, die in der ARD-Reportage erhoben wurden. „Alle durch Trenkwalder an die Firma Amazon überlassenen Mitarbeiter erhielten mindestens den gültigen Tariflohn“, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens mit Sitz in München.

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Von den etwa 1000 durch Trenkwalder überlassenen Mitarbeitern seien rund 60 aus Spanien und Schweden in ihren jeweiligen Heimatländern von der Bundesagentur für Arbeit rekrutiert worden. Aus „administrativen Gründen“ sei Trenkwalder von Amazon gebeten worden, diese Mitarbeiter anzustellen und zu überlassen. „Daraus ergab sich für diese Mitarbeiter kein Nettolohn-Nachteil“, behauptet der Personaldienstleister. Die ARD hatten in ihrem Filmbeitrag über deutliche Lohnabschläge berichtet. Auch die Spanierin Silvina Cerrada sprach gegenüber unserer Zeitung von einem geringeren Gehalt als zunächst versprochen.

Trenkwalder behauptet, dass auch eine Sonderprüfung ihrer Geschäftsstelle in Eisenach, die für Amazon in Bad Hersfeld zuständig ist, keine Beanstandung durch den Zoll erbracht hätte. Auch eine Prüfung durch die Bundesagentur für Arbeit hätte die öffentlich vorgebrachten Anschuldigungen nicht bestätigt. (kai)

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