Trendwende bei der Beschäftigung: 2800 neue Jobs in 2011

Hersfeld-Rotenburg. Die Trendwende auf dem lokalen Arbeitsmarkt ist geschafft. Nach 20 Jahren, in denen es im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ständig bergab mit der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ging, sind in 2011 rund 2 800 neue Jobs mit Festanstellung entstanden.

Das berichtete gestern Matthias Oppel, der Leiter der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld. Nach Oppels Angaben ist 2011 die Zahl der Menschen, die eine dauerhafte Anstellung haben, von 40 797 auf 43 642 gestiegen. Momentan gibt es im Landkreis 2 600 Arbeitslose, was einer Quote von 4,3 Prozent entspricht.

Noch 1998 hatte die Agentur über 6 500 Menschen ohne Arbeit betreut (Quote 11,3 Prozent). 2011 betrug die Durchschnittsquote 4,9 Prozent. Als Zugpferde des Aufschwungs hätten sich dabei die Bereiche Handel, Logistik und die Zeitarbeit erwiesen. An erster Stelle hat der Handel für den Aufschwung am Arbeitsmarkt gesorgt.

2100 neue Jobs bedeuten einen Jobzuwachs von über 30 Prozent in dieser Branche, zu der unter anderem auch das Internetkaufhaus Amazon.de mit seinen beiden Standorten in Bad Hersfeld zählt. Platz zwei bei den Zuwachsbranchen belegt die Logistik. In den Berufsfeldern Spedition, Lagerei und Verkehr gab es im Vergleich zu 2010 6,6 Prozent mehr Arbeitsplätze, was 273 neuen Beschäftigungsverhältnissen entspricht.

Mit 250 Arbeitsplätzen hat die Zeitarbeit bei den aufstrebenden Berufsfeldern schon Rang drei erreicht. Die Zahl dieser Beschäftigungsverhältnisse hat sich verdoppelt. Ein gutes Signal ist das Angebot an offenen Stellen, das in 2011 um 15 Prozent stieg. Bei der Hilfe nach Elektrikern und Berufskraftfahrern musste die Agentur passen: Fachkräfte sind Mangelware. Deswegen haben Handwerk, Industrie und Handel sich auf ihre Stärken besonnen und ihre Anstrengungen bei der Ausbildung verstärkt. Ansonsten sank die Zahl der Lehrverträge von 1392 auf 1239 in 2011. (kh)

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