Immobilien im Kreis weiter gefragt – Preise für Häuser sinken

Trend geht zur Eigentumswohnung

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Hersfeld-Rotenburg. Immobilien sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nach wie vor gefragt. Der positive Trend von Grundstücks-, Haus- und Wohnungsverkäufen setzte sich auch 2012 fort. Das hat eine Studie des Amts für Bodenmanagement (AfB) mit Sitz in Homberg ergeben. Sie verzeichnet einen Anstieg von knapp 13 Prozent bei den Immobilienverkäufen.

Das bedeutet einen Umsatz von 145 Million Euro und ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu 2011. Außerdem ergab die Studie: Häuser werden im Durchschnitt günstiger. „Im Gegensatz zu Neubauten sind die Preise für Häuser leicht zurückgegangen“, sagt Oliver Woschek von VR-Immobilien Bad Hersfeld-Rotenburg.

Im vergangenen Jahr lag der Preis für ein Einfamilienhaus laut Studie bei 113 620 Euro. 2011 waren es noch knapp 121 000 Euro. Lage und Zustand seien dabei nicht berücksichtigt, sagt Roland Peter. Er ist Vorsitzender vom Gutachterausschuss des AfB für den Kreis Hersfeld-Rotenburg. Eigentumswohnungen sind im Kreis so gefragt wie nie. „In Bad Hersfeld ist der Bedarf an Wohnungen besonders hoch“, sagt er. 101 Eigentumswohnungen wurden dort 2012 verkauft. Eine ähnliche Entwicklung prognostiziert Peter für Rotenburg und Bebra. Die steigende Nachfrage schlägt sich bei den Wohnungen im Preis nieder: Der lag pro Quadrameter zwischen 900 und 2200 Euro.

Ein- und Zweifamilienhäuser waren in Bad Hersfeld mit einem Durchschnittspreis von 129 000 Euro am teuersten. Gefolgt von Ronshausen mit 115 000 Euro und Friedewald. Dort kostete ein Haus 105 000 Euro. Am wenigsten bezahlten Käufer in Nentershausen und Cornberg. Ihre Preise betrugen unter 55 000 Euro. „Die Preise hängen stark mit der Bevölkerungentwicklung zusammen“, erklärt Peter. Vor allem die Zahlen für Cornberg seien stark rückläufig. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Verena Koch

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