Jugendliche der Konrad-Duden-Schule besuchen das Vernichtungslager Auschwitz

Am traurigsten aller Orte

Die Schülerinnen und Schüler aus Bad Hersfeld und Petersberg bei der Besichtigung des Vernichtungslagers Auschwitz. Foto: Keßler

Bad Hersfeld/Auschwitz. 28 Schülerinnen und Schüler der Konrad-Duden-Schule (KDS) in Bad Hersfeld besuchten in Kooperation mit einer Lerngruppe der Konrad-Adenauer-Schule aus Fulda/Petersberg das Vernichtungslager Auschwitz in Polen.

Die insgesamt 49 Jugendlichen besichtigten zunächst unter der sachkundigen Leitung zweier Guides das Lager Auschwitz 1. Nachdem das Eingangstor mit der zynischen Begrüßung „Arbeit macht frei“ durchschritten war, befanden sie sich im sogenannten Stammlager.

Hier reagierten die jungen Besucher betroffen vor allem auf die verschiedensten Ausstellungsexponate – Massen von Brillen, Töpfen, Prothesen, Koffern und Haaren der Deportierten, die von den Nazis systematisch gesammelt und aufbewahrt wurden. Haare wurden zum Beispiel von der SS gewinnbringend zu Kriegszwecken veräußert. Eine große Anzahl leerer Dosen des Giftgases Zyklon-B dokumentierte die Vernichtungsmaschinerie Auschwitz.

Im Block 11 besichtigten die Schüler die Stehzellen und die ‚Todeswand’ im dortigen Hof, vor der Tausende der Deportierten erschossen wurden. In der Gaskammer und dem Krematorium zeugten niedergelegte Blumen vom Gedenktag 27. Januar, dem Tag, an dem die Rote Armee Auschwitz befreite.

Anschließend wurden die Schüler mit den ungeheuren Ausmaßen des Lagers in Auschwitz Birkenau konfrontiert. Dort versammelten sie sich an der „Todesrampe“ vor einem Viehwaggon, mit dem die Menschen in das Lager gebracht wurden. Die jungen Menschen aus der Konrad-Duden-Schule Bad Hersfeld zündeten Kerzen an und gedachten in einer Schweigeminute der Ermordeten, unter denen sich auch zehn Schüler der ehemaligen Alten Klosterschule, der Vorgängerin der KDS, befanden, die nach Auschwitz deportiert worden waren.

Von Angela Kessler

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