Nadja Rüdebusch und ihre Band „Binoculers“ gastierten im Bad Hersfelder Buchcafé

Träumereien auf der Bühne

Die Hamburger Songschreiberin Nadja Rüdebusch präsentierte ihre neue CD live im Bad Hersfelder Buchcafé. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Die junge Hamburger Sängerin und Gitarristin Nadja Rüdebusch fährt mit ihren Musikinstrumenten seit einigen Jahren auf einer Art „never ending tour“ durch Deutschland und Europa und präsentiert live ihre Kompositionen. Gemeinsam mit ihren beiden Bandkollegen gastierte sie als Gruppe „Binoculers“ am Samstagabend im Bad Hersfelder Buchcafé. Mit im Reisegepäck hatte sie unter anderem auch ihre brandneue zweite Audio-CD „There is not enuff“.

Ihr Konzert am Samstagabend eröffnete überraschenderweise jedoch Nadja Rüdebuschs Begleitmusiker Nikolai Schorr. Er sang einige Songs aus eigener Feder mit E-Gitarrenbegleitung. Seine sehr melancholisch wirkenden langsamen Gitarrenballaden erklangen etwa 30 Minuten, bevor dann nach einer kurzen Pause die „Binoculers“ gemeinsam die Bühne betraten.

Optisch auffällig ist sofort die Vielfalt an Musikinstrumenten, die die kleine Buchcafé-Bühne gut ausfüllen. Verschiedenste Gitarren, Bodeneffekte und Keyboards, ein Schlagzeug und mittendrin am Mikrofon Nadja Rüdebusch. Mit ihrer angenehm leisen und sehr femininen Gesangsstimme erzählt sie in ihren Songs von ihren Gedanken und Träumen.

In ihrem Song „nothing has changed“ etwa sinnt sie über zu viel Reisen nach und in einer weiteren leisen Ballade im Dreivierteltakt erzählt sie von ihrer geschätzten Großmutter.

Die Arrangements der „Binoculers“ sind alles in allem wohl bewusst simpel gehalten. Monophone Pianolinien, sparsam eingesetzte, verspielt wirkende leise Rhythmen vom Schlagzeug und hier und da einige helle Glockentöne, dazu noch ein paar schnörkellose, folkige Gitarrenpickings – fertig ist ein weiterer typischer Song des Trios.

Mit einfachsten Melodielinien von Keyboard, Glockenspiel und Gitarre zeigt die Autorin ihre zum Zeitpunkt der Komposition einfließenden Sehnsüchte und Emotionen leicht nachfühlbar.

Das Bad Hersfelder Publikum lauschte andächtig und ließ sich gerne von Nadja Rüdebuschs wunderschöner Gesangsstimme verzaubern.

Von Werner Rödiger

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