Mitglieder und Gäste feierten Gründung des Lullusfest-Vereins in der Stadthalle

Die Tradition bewahren

Mit geistlicher Unterstützung: Die Bad Hersfelder Mönche sowie die ehemaligen Feuermeister Udo Baumgardt (links stehend), und Hans Eichenauer (rechts) waren zur Gründungsveranstaltung gekommen. Reinhard E. Matthäi (am Mikrofon) führte durch das Programm. Ganz links der Vorsitzende des Lullusfest-Vereins, Stefan Kopetschek. Fotos: Eisenberg

Bad Hersfeld. Mehrfach war bei der Gründungsveranstaltung des Lullusfest-Vereins am Samstag nicht nur vom ältesten, sondern auch vom schönsten Volksfest in Deutschland oder gar der Welt die Rede.

Am nötigen Selbstbewusstsein, um die Traditionsveranstaltung noch bekannter zu machen, mangelt es den Initiatoren offenbar nicht. Werbung, auch außerhalb der Stadtgrenzen, nannte der Vorsitzende Stefan Kopetschek in seiner Ansprache auch als eines der Vereinsanliegen. „Alle, die Lolls feiern, sind gleich wichtig und alle Lollsbrüder und Lollsschwestern liegen uns gleichermaßen am Herzen“, begründete der Vorsitzende, warum er keinen der etwa 50 Gäste in der Stadthalle gesondert herausgehoben hatte. Man wolle ausdrücklich keinen Einfluss auf die städtischen Gremien nehmen, betonte Kopetschek erneut. „Im Gegenteil, wir setzen uns dafür ein, dass das Fest in städtischer Hand bleibt und so die Traditionen erhalten werden“, so der Vorsitzende.

Erste Aktivitäten

Von ersten Aktivitäten des gerade einen Tag alten Vereins konnte Kopetschek bereits berichten: So verhandele man derzeit mit zwei Kapellen, um den Besuchern mehr Livemusik bieten zu können. Zudem wollen die Vereinsmitglieder mit Feuermeister Klaus Otto und den Bad Hersfelder Mönchen auf Werbetour zu anderen Volksfesten im Großraum Nord- und Osthessen sowie im benachbarten Thüringen gehen. Teilweise soll das Lullusfest dort in Zukunft sogar mit einem eigenen Festwagen vertreten sein.

DRK eng verbunden

Von einem „besonderen Moment“ sprach Bürgermeister Thomas Fehling, nachdem er die Gründungssatzung entgegengenommen hatte. Durch das Programm der Gründungsveranstaltung führte Reinhard E. Matthäi. Der vollzog im Laufe des Abends einen Kleidungswechsel auf offener Bühne, um in roter Jacke statt dunklem Anzug die Grüße des DRK-Kreisverbandes zu überbringen. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte des DRK seien durch ihre Einsätze auf dem Lollsmarkt eng mit dem Fest und dessen Machern verbunden, verdeutlichte er.

Für die Feuerwehr der Kernstadt wünschte sich Klaus Klee eine gute Zusammenarbeit, kündigte aber gleich eine Ausnahme an: „Wenn bei euch wegen der vielen Anmeldungen die Hütte brennt, kommen wir nicht zum Löschen“, scherzte er. Um dieser Entwicklung Vorschub zu leisten, kündigte der Feuerwehrverein der Kernstadt sogleich seinen Beitritt an.

Neben dem Stadtmusikverein sorgte auch Schaustellerpfarrer Volker Drewes mit der Drehorgel für musikalische Begleitung.

Bei einem Glas Sekt oder auch Lullusfeuer in flüssiger Form hatten „Herschfeller“ und „Hergeloffene“ anschließend die noch Möglichkeit zum Ideenaustausch.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Gründungsveranstaltung des Lullusfest-Vereins

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