Größte Automarke der Welt gibt Filiale in Bad Hersfeld zum 30. Juni auf

Toyota zieht sich aus dem Kreis zurück

Das Autohaus Gollhardt in Bad Hersfeld schließt zum 30. Juni. Damit ist Toyota im Kreis nicht mehr vertreten. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Der größte Autohersteller der Welt ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg künftig nicht mehr vertreten: Mit der Schließung des Autohauses Gollhardt in Bad Hersfeld zum 30. Juni dieses Jahres verlässt der letzte Händler der japanischen Marke Waldhessen.

Während sich die in Eisenach ansässige Firma Gollhardt jetzt wieder auf ihr Kerngeschäft in Thüringen konzentrieren will, hat sich für die Verkaufsräume und Werkstatt an der Hünfelder Straße in Bad Hersfeld bislang kein neuer Toyota-Händler gefunden. Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte Gollhardt die Filiale in Eschwege geschlossen.

Die Kunden werden auf der Website des Unternehmens an die verbleibenden Standorte Eisenach und Mühlhausen verwiesen. Die Mitarbeiter haben zum Teil eine Arbeitsstelle im Stammhaus Eisenach erhalten oder aber in Bad Hersfeld an anderer Stelle einen Arbeitsplatz gefunden. Der einzige Auszubildende des Hauses setzt seine Ausbildung in einem Hersfelder Kfz-Unternehmen fort.

Erworben wurde die Immobilie in Bad Hersfeld von der örtlichen S & S Motorpark GmbH & Co KG, zu der auch das unweit gelegene Areal mit Zulassungsstelle, TÜV und Autowaschanlage gehört. Die Liegenschaft soll jedoch nicht als Toyota-Autohaus fortgeführt, sondern vermietet werden.

Im Gespräch war nach Angaben von S & S-Geschäftsführer Dirk Schade eine Vermietung an den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Hier wären laut Schade ideale Bedingungen für die Unterbringung der Einsatzfahrzeuge sowie ausreichende Lagermöglichkeiten und nach entsprechenden Umbaumaßnahmen die Unterbringung des Personals gegeben gewesen. „Leider erlaubt der Standort mit Blick auf die Fahrzeiten zum entferntesten Einsatzort im Landkreis keine Zustimmung, da Teilbereiche des Kreises auf Grund der Lage der Immobilie nicht im entsprechenden Zeitfenster anzufahren sind“, erläutert Schade das Scheitern dieser Überlegungen.

Er ist dennoch zuversichtlich, dass sich für die direkt an der Autobahn befindlichen Räumlichkeiten bald ein neuer Interessent findet.

Von Karl Schönholtz

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