Tourismus in der Rhön wird neu geordnet

Viele Grüße aus Bad Salzungen nach Bad Hersfeld an die Leser der HZ. Landrat Reinhard Krebs (CDU) zog die Notbremse: Der Wartburgkreis kann momentan keine neuen Flüchtlinge aufnehmen, weil alle zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Knapp 500 Flüchtlinge nahm der Landkreis bislang auf, mehr als laut Verteilungsschlüssel vorgesehen waren. Bei 102 von ihnen wurde der Asylantrag abgelehnt. Aufgrund des von der Thüringer Landesregierung festgelegten Winter-Abschiebestopps müssen auch sie jedoch weiter beherbergt werden. Landkreis, Landesregierung und Landesverwaltungsamt verhandelten mehrmals. Dann kam es zur Einigung: Der Wartburgkreis muss erst ab April wieder neue Flüchtlinge aufnehmen. Bis dahin werden neue Unterkünfte vorbereitet.

Die Rhön ist auf der Suche nach neuen Tourismusstrukturen. Die länderübergreifende Arbeitsgemeinschaft der Rhön-Landkreise hat die in Berlin ansässige BTE Tourismus- und Regionalberatung mit der Erarbeitung eines Konzepts beauftragt. BTE-Geschäftsführer Dr. Alexander Schuler bescheinigte der Region, dass sie keine einfache, homogene Destination sei. In Zukunft wird eine noch stärkere, landesgrenzenübergreifende Zusammenarbeit notwendig sein, fordert er. Zentrale Punkte hierbei sind eine klare Aufgabenstellung und Abstimmung. Dabei sei es sekundär, welche Rechtsform die neue, länderübergreifende Struktur zur touristischen Vermarktung hat. Eine GmbH sei nicht unbedingt besser als ein Verein, stellte Schuler fest. Der Tourismusexperte betonte auch, dass der Wettbewerb der Regionen untereinander härter geworden sei. Wer da mithalten möchte, darf nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern muss sich in Organisation, Management und Marketing kontinuierlich hinterfragen. Am 10. März gibt es deshalb in Bad Kissingen eine Zukunftswerkstatt, zu welcher alle regionalen touristischen Akteure eingeladen sind. Ende April will BTE dann den Abschlussbericht vorlegen.

Das Hotel „Rhön Feeling“ in Bernshausen will bundesweit bekannt werden und beteiligte sich am Wettbewerb „Mein himmlisches Hotel“ des Fernsehsenders Vox. Dazu beherbergte man Konkurrenten, welche die Gastlichkeit getestet und bewertet haben. Im Gegenzug fungierten der Bernshäuser Hotelier Michael Heidinger und seine Schwester Mandy Heidinger-Peter in den Hotels ihrer Kollegen ebenfalls als Juroren. Ausgestrahlt wird die Staffel vom 23. bis 27. März, immer ab 17 Uhr.

stefan.sachs@stz-online.de

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