Übernachtungszahlen bis August um fünf Prozent gesunken

Tourismus im Kreis mit kleiner Delle

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Hersfeld-Rotenburg. Der Fremdenverkehr im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres leichte Einbußen hinnehmen müssen: Bis Ende August sind die Übernachtungszahlen in den Kommunen zwischen Alheim und Haunetal im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf insgesamt 742 172 gesunken.

Dies ergibt sich aus dem gerade veröffentlichten Oktober-Bericht des Hessischen Statistischen Landesamtes in Wiesbaden, das die Belegungszahlen aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Betten erfasst. Dazu zählen neben Hotels, Ferienanlagen und Jugendherbergen auch Kliniken und Internatsunterkünfte. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der gut 250 000 registrierten Gäste betrug demnach 2,9 Tage.

Deutlich geringer fiel das Minus für die beiden Städte Rotenburg und Bad Hersfeld aus, die fast zwei Drittel der gesamten Übernachtungen auf sich vereinen. 249 729 belegte Betten wurden für Rotenburg gezählt, 1,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 0,7 Prozent betrug das Minus in der Kreisstadt, die auf 217 163 Übernachtungen kam.

Während Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald im rein touristischen Bereich sogar Zuwächse festgestellt hat, sieht Kurdirektor Christian Mayer für Bad Hersfeld die Ursache für den Rückgang in den späten Sommerferien. So sei das bedeutsame Tagungsgeschäft im August noch nicht wieder angelaufen.

Vergleichsweise dramatisch sind die Einbußen allerdings in der Autobahngemeinde Kirchheim, die möglicherweise in den Turbulenzen um das Landhotel Hattenberg und das Motel-Center begründet sind: 77 462 Übernachtungen bedeuteten unter dem Strich ein Minus von 25,6 Prozent.

Umgekehrt – allerdings auf bescheidenerem Niveau – verlief die Entwicklung in Bebra: Ein Plus von 27,5 Prozent ergab 18954 Übernachtungen. Text rechts, Seite 2, Zum Tage

Von Karl Schönholtz

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