40 tote Kälber und ein schwer verletzter Bauarbeiter

Unfall mit Tiertransporter auf der A7: Fahrer zu Geldstrafe verurteilt

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Bad Hersfeld. Ein schwer verletzter Bauarbeiter und 40 tote Kälber – das waren die schrecklichen Folgen eines Tiertransporter-Unfalls im September vergangenen Jahres auf der Autobahn 7 bei Niederaula. Jetzt ist der Verursacher verurteilt worden.

Schuld an dem Unglück war der 19 Jahre alte Fahrer des mit mehr als 200 der nur 14 Tage alten Tiere beladenen Lasters aus Lingen: Wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung wurde er jetzt von der Jugendrichterin am Bad Hersfelder Amtsgericht nach Erwachsenenrecht zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt.

Neben dem Fahrfehler – der 19-Jährige war im Baustellenbereich zur Vermeidung eines Auffahrunfalls nach rechts ausgewichen, wodurch der Laster ins Schlingern geriet – war dem Angeklagten allerdings nichts vorzuwerfen. Er war war nicht übermüdet oder betrunken, hatte die Lenkzeit nicht überschritten und hatte auch schon einige Erfahrung am Steuer. Von der Verhängung eines Fahrverbots sah Richterin Michaela Kilian-Bock deshalb ab.

Nicht einverstanden mit dem Urteil ist jedoch die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland. In einer Pressemitteilung bemängelt sie, dass der Vorfall „keine Konsequenzen“ gehabt hätte. Die Tierschützer hatten nach dem Unfall Anzeige wegen Tierquälerei und des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gestellt. Die Staatsanwaltschaft Fulda hatte diese Verfahren jedoch eingestellt. (ks/red)

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