Tommy Krappweis, Erfinder der Figur Bernd das Brot, stellt seinen ersten Roman vor

Tommy kriegt’s gebacken

Tommy Krappweis, Bernd das Brot und die Schüler der G7B der Gesamtschule Obersberg nach Krappweis’ Lesung aus seinem ersten Roman „Mara und der Feuerbringer“. Fotos: Radick

Bad Hersfeld. Ein Adolf-Grimme-Preisträger kommt selten nach Bad Hersfeld. Anfang dieser Woche hatten die Hersfelder gleich dreimal die Möglichkeit einem zu begegnen: Tommy Krappweis, Erfinder der Figur Bernd das Brot, gab eine Signierstunde in der City-Galerie, absolvierte einen grandiosen Auftritt mit dem Gymnasialen Blasorchester (GBO) am Obersberg und hielt zwei Lesungen für die siebten und achten Klassen an der Gesamtschule Obersberg.

Da die Signierstunde nicht besonders gut besucht wurde, war für das Konzert Schlimmes zu befürchten. Doch die Aula der Obersbergschulen war gut gefüllt, und als noch vor dem ersten Lied Krappweis das Publikum zum Lachen brachte, wusste jeder Zuschauer, dass er sein Kommen nicht bereuen würde.

Bigband-Klassiker

Zusammen mit dem GBO, unter der Leitung von Helgo Hahn, gestaltete Krappweis einen erinnerungswürdigen Abend. Neben modernen Stücken wie „Viva la Vida“ von Coldplay und „Sex Bomb“ von Tom Jones gab es natürlich auch Bigband-Klassiker wie „Mack the knife“ oder „Soul man“.

Insgesamt verlief der Abend fast völlig ohne die angekündigten Pannen recht reibungslos, auch wenn sich Bigband und Krappweis erst am Tag des Konzerts kennenlernten und nur wenige Stunden Zeit zum Proben hatten.

Gestern kamen dann die siebten und achten Klassen der Gesamtschule Obersberg in den Genuss einer Lesung, die eigentlich keine war. Fast eine dreiviertel Stunde lang präsentierte Krappweis lustige Geschichten über das Filmgeschäft und seine Anfänge als Stuntman. Dann ging er zu einer nicht weniger witzigen Lektion über die alten Germanen und das Christentum über, um so endlich zu seinem Roman „Mara und der Feuerbringer“ zu kommen, aus dem er dann vorlas. Und obwohl die Aula der Obersbergschulen wieder gut gefüllt war, herrschte eine Ruhe als säße dort nicht Krappweis am Tisch auf der Bühne, sondern der strengste Lehrer, den die Schule zu bieten hat. Nur, dass bei diesem wohl weit weniger gelacht worden wäre.

Eigentlich Serie für Pro 7

Krappweis erzählte auch, wie es überhaupt zu „Mara und der Feuerbringer“ kam. Eigentlich sollte er für Pro 7 eine Mysterie-Serie konzipieren. Allerdings hatte er keine Lust auf den typisch amerikanischen Abklatsch, und so wurde seine Hauptfigur ein 14-jähriges Mädchen mitten in der Pubertät. Und nach etwa 100 Seiten war aus dem bloßen Konzept der Anfang eines Romans geworden, dem noch zwei weitere Teile folgen werden. Und Pro7 muss ohne neue Serie auskommen.

Was würde Bernd das Brot dazu wohl sagen? Richtig: „Mist!“

Von Irene Radick

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