59-Jähriger von Stahlträger erschlagen

Tödlicher Arbeitsunfall in Bebra: Verfahren eingestellt

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Bad Hersfeld. Die Schuld an einem tödlichen Arbeitsunfall, bei dem am 29. Mai 2012 in Bebra ein 59-jähriger Magdeburger von einem Stahlträger erschlagen wurde, trug nicht alleine der Angeklagte: Deswegen stellte die Strafrichterin am Bad Hersfelder Amtsgericht am Dienstag das Verfahren gegen einen 39 Jahre alten Bauleiter aus Remstädt bei Gotha auf Antrag der Staatsanwaltschaft und gegen die Zahlung von 2000 Euro ein.

Der erfahrene Mitarbeiter eines bundesweit vertretenen Serviceunternehmens hatte zwar beim Verladen von großen Maschinenteilen auf einem Industriegelände in der Bebraer Robert-Bunsen-Straße einen fatalen Fehler begangen, als er den mit einem Textilband befestigten sechs Meter langen und 500 Kilo schweren Träger von einem Gabelstapler einseitig anheben ließ, doch auch der später von der herabfallenden Last getötete Kollege hatte sich unvorsichtig verhalten, indem er seine sichere Position verlassen hatte.

Auch die vom Arbeitgeber zu verantwortenden Bestimmungen des Arbeits- und Gefahrenschutzes waren in diesem Fall nur lax gehandhabt worden.

Der am Kopf getroffene Leiharbeiter war zwar noch mit dem Rettungshubschrauber nach Göttingen geflogen worden, doch dort erlag er noch am selben Tag seinen schweren Schädelverletzungen. (ks)

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