Straßenarbeiter starb – 2700 Euro Geldstrafe

Todesfalle Baustelle: Raser verurteilt

Bad Hersfeld. Die Mitarbeiter von Straßenmeistereien und Baufirmen, die auf den deutschen Autobahnen tätig sind, haben einen lebensgefährlichen Job: Als am 7. Juni ein Laster auf der A 4 bei Bad Hersfeld in eine Tagesbaustelle raste, wurde ein Arbeiter getötet, zwei weitere schwer verletzt.

Erst wenige Monate zuvor war es ebenfalls auf der A 4 bei Friedewald zu einem vergleichbaren Unfall gekommen, bei dem ein 38 Jahre alter Straßensicherungsarbeiter aus Radeberg tödlich verletzt wurde.

Der Unfallverursacher, ein 54 Jahre alter BMW-Fahrer aus Westerstede in Niedersachsen, wurde gestern wegen fahrlässiger Tötung vom Einzelrichter am Bad Hersfelder Amtsgericht im Strafbefehlsverfahren zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt.

Der geständige und bislang nicht vorbelastete Angeklagte war am 19. Oktober gegen 16 Uhr auf der Fahrt Richtung Kirchheim wegen mangelnder Aufmerksamkeit in einen Absperranhänger gerast.

Dessen Deichsel erfasste den Radeberger und schleuderte ihn erst gegen die Mittelleitplanke und dann auf die Gegenfahrbahn. Der Mann verstarb anderthalb Stunden später im Klinikum von Bad Hersfeld.

Die Entscheidung von Einzelrichter Elmar Schnelle entsprach dem Antrag von Sara Seegebarth als Vertreterin der Staatsanwaltschaft. (ks)

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