Finanzielle Lage äußerst prekär / Dringender Appell an Städte und Gemeinden

Dem Tierheim droht das „Aus“

Bad Hersfeld. Um den Bestand des eigenen Tierheims fürchtet der Tierschutzverein Bad Hersfeld. In der Jahresmitgliederversammlung im Hotel Wenzel wurde die finanzielle Situation als äußerst prekär dargestellt.

Die Zuwendungen durch Land, Kreis, Stadt und Gemeinden zur Finanzierung des Tierheims seien seit Jahren auf dem gleichen Stand. Einige Städte und Gemeinden hätten zwar für 2010 ihre Zuwendungen erhöht, andere aber seien dazu nicht bereit. Wörtlich: „Damit kann der Bestand des Tierheims für die nächsten Jahre nicht mehr gesichert werden.“

Der Vorstand gab zu bedenken, eine Schließung des Tierheims aus finanziellen Gründen würde bedeuten, dass dann die Kommunen für die tiergerechte Unterbringung etwa von Fundtieren verantwortlich wären. Dies wiederum wäre für die Kommunen mit erheblich höheren Kosten verbunden. Aus diesem Grund werde der Vorstand in den nächsten Wochen verstärkt das Gespräch mit den betroffenen Städten und Gemeinden suchen und diese möglichen Konsequenzen verdeutlichen.

Vorsitzender Winfried von Alpen hatte zuvor in seinem Rechenschaftsbericht darauf verwiesen, dass der Verein zur Verbesserung der Situation im Tierheim im abgelaufenen Jahr rund 100 000 Euro investiert habe. Damit seien eine neue Quarantäne- und Krankenstation, ein neues Katzenhaus und eine neue Küche im Tierheim finanziert worden. Aus dem Betrieb der Katzen- und Hundepension erwirtschafte der Verein Mittel für das Tierheim.

Im abgelaufenen Jahr haben rund 300 Tier das Tierheim „durchlaufen“. Aufgenommen wurden an Hunden 59 Fundtiere und 21 Abgabetiere. Bei den Katzen gab es 135 Fund- und 14 Abgabetiere, An neue Besitzer vermittelt werden konnten 68 Hunde und 121 Katzen.

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